Wer kann spenden?

Jeder gesunde Erwachsene ab 18 Jahren kann sich als Stammzellspender registrieren lassen. Bereits registrierte Spender können bei entsprechender Gesundheit bis zum 61. Geburtstag als Stammzellspender zur Verfügung stehen. Mit Erreichen des 61. Geburtstages müssen wir die Spender leider aus  der Datenbank der aktiven Spender löschen.

Mit dem Einverständnis der Eltern ist eine Typisierung bereits mit 16 Jahren möglich, wobei die Aktivierung als potenzieller Spender erst mit dem Erreichen der Volljährigkeit erfolgen kann. Bei der Typisierung von Minderjährigen bitten wir um eine schriftliche Bestätigung zum Einverständnis durch die Eltern oder Sorgeberechtigte. Weitere Informationen und Vorlagen finden Sie hier.

Bitte lesen Sie die Gesundheitsfragen zu Ihrer Person vor der Typisierung genau durch.

ACHTUNG: Wer bereits typisiert ist, sollte sich nicht noch einmal registrieren lassen.

Die Stefan-Morsch-Stiftung hat sich immer für die kostenlose Registrierung der Neuspender eingesetzt und möchte dies auch zukünftig so weiterführen. In Anbetracht der neueren Erkenntnisse zur Spenderauswahl und um auch weiterhin einen verantwortungsbewussten Einsatz der Spendengelder zu gewährleisten, hat die Stefan-Morsch-Stiftung die Kriterien zur Registrierung als Stammzellspender entsprechend angepasst und z.B. das Höchstalter für die kostenlose Registrierung auf 40 Jahre begrenzt. Es gibt bereits Dateien, die das Höchstalter auf 30 Jahre festgelegt haben.

Eine Aufnahme in die Spenderdatei ist auch für Freiwillige über 40 und für Frauen mit mehr als zwei Schwangerschaften nicht ausgeschlossen, wir müssten aber darum bitten die Kosten für die Registrierung dann selbst zu tragen. Eine kostenlose Registrierung wäre nicht mehr möglich. Wenn Sie mehr darüber wissen möchten, warum ältere Spender und Frauen mit mehreren Schwangerschaften seltener als Spender ausgewählt werden, lesen Sie das Experteninterview mit Dr. Harald Biersack, Hämatologe des Universitätsklinikum Lübeck,  über die Spenderauswahl aus Sicht der Transplanteure:

Die Stefan-Morsch-Stiftung ist zur Erfüllung Ihres Zwecks auf Spendengelder angewiesen und muss diese verantwortungsbewusst einsetzen. Statistische Auswertungen haben gezeigt, dass ältere Spender sehr viel seltener von den Ärzten als Spender ausgewählt werden, und auch Frauen mit mehr als zwei Schwangerschaften nur noch sehr selten als Spender angefordert werden. Das Ergebnis dieser Auswertung entspricht den aktuellen Forschungsergebnissen an denen sich gängigen Kriterien zur Spenderauswahl orientieren.

Kann ich die Entnahmeform auswählen?

Generell sollten Sie dazu bereit sein, beide Entnahmeformen – Stammzellapherese oder Knochenmarkentnahme aus dem Beckenkamm – zuzulassen. Zum einen, weil es oft medizinische Gründe dafür gibt, warum ein Transplantationszentrum für den Patienten die Entscheidung fällt, dass hier z.B. die Transplantation von Knochenmark einen besseren Heilungserfolg verspricht.

Zum anderen, weil es sein kann, dass trotz einer Gabe des körpereigenen Botenstoffs nicht genügend Stammzellen für eine Apherese produziert werden. In diesen sehr seltenen Ausnahmefällen müsste dann eine Knochenmarkentnahme aus dem Beckenkamm erfolgen, da der Patient zu diesem Zeitpunkt bereits in der Vorbereitung zur Transplantation der Zellen befindet. Grundsätzlich sind Sie jedoch in der Wahl der Entnahmeform frei.

Seit 1986 bietet die Stefan-Morsch-Stiftung, Deutschlands älteste Stammzellspenderdatei, Hilfe für Leukämie- und Tumorkranke. Foto: Stefan-Morsch-Stiftung