Spender ruft mit IKEA zur Typisierung auf

Artikel vom 31. Juli 2018

Ikea-Mitarbeiter Olaf Isenhardt ruft wieder dazu auf, sich als Stammzellspender registrieren zu lassen. Foto: Stefan-Morsch-Stiftung

„Es geht darum, dass jemand weiterleben kann. Alles andere ist mir egal!“ Der Mann, der das sagt, heißt Olaf Isenhardt. Im Alltag arbeitet er  bei IKEA Köln.

Dort hat er vor 14 Jahren zusammen mit der Stefan-Morsch-Stiftung einen Aufruf gestartet, sich als Stammzellspender registrieren zu lassen. Klar, ließ er sich damals selbst auch Blut abnehmen. 2018 bekam der die Chance einem Leukämiepatienten in den USA das Leben zu retten. Sein Arbeitgeber, IKEA Köln-Godorf unterstützt sein Engagement. Die IKEA-Mitarbeiter rufen in der Niederlassung Köln-Godorf, Godorfer Hauptstraße 171, mit der Stiftung dazu auf, sich am Freitag, 17. August, 12 bis 17 Uhr typisieren zu lassen.

Leukämie: Stammzellspende schenkt Hoffnung

Mehr als 1000 Mal im Jahr fahren Teams der Stefan-Morsch-Stiftung, Deutschlands erster Stammzellspenderdatei, los, um junge, gesunde Menschen darüber aufzuklären, was man mit einer Stammzellspende bewirken kann. Die Diagnose Leukämie ist immer ein Schock – für den Betroffenen selbst, aber auch für seine Familie, für Freunde und Kollegen. Wenn Chemotherapie und/oder Bestrahlung nicht helfen, kann manchmal nur eine Stammzellspende das Leben retten. Das funktioniert aber nur, wenn es einen Spender gibt, der die gleichen Gewebemerkmale besitzt.

Die Stefan-Morsch-Stiftung registriert täglich neue Freiwillige. Sie findet sie mit Hilfe von Kooperationspartnern: IKEA Köln war 2004 so ein Partner. Auf Initiative von Olaf Isenhardt, der seit 1992 dort arbeitet, wurden Mitarbeiter und Kunden dazu aufgerufen, sich als Spender registrieren zu lassen. Eine Aktion mit nachhaltiger Wirkung – wie sich jetzt wieder zeigt.

IKEA unterstützt das Engagement für Leukämiepatienten

Sein Arbeitgeber, IKEA Köln, hat ihn für die Spende freigestellt und den ausstehenden Verdienstausfall, den die Stefan-Morsch-Stiftung der Firma erstatten würde, der Stiftung gespendet. Spendengelder wie die von Ikea, werden ganz konkret in die Hilfe für Leukämiepatienten investiert: „Wir helfen bei der Vermittlung von Kliniken oder Ärzten und beraten die Patienten nach der Transplantation“, so die Stiftung.  Sie gibt im Notfall auch finanzielle Hilfen.

Neben der Förderung von Forschungsvorhaben, wird das Geld aber vorwiegend bei der Registrierung neuer Stammzellspender – wie damals die von Ikea-Mitarbeitern – eingesetzt. Für die Neuaufnahme eines Spenders entstehen der Stefan-Morsch-Stiftung Kosten in Höhe von mehr als 40 Euro.

Chance auf Leben

Susanne Morsch, Vorstandsvorsitzende der Stefan-Morsch-Stiftung, nennt das Engagement von IKEA „vorbildlich“: „Die Geldspenden der Firma helfen uns dabei, dass Menschen, die an Blutkrebs oder einer Tumorerkrankung leiden, eine Chance auf Leben bekommen.“ Sie hebt aber auch den Einsatz der Spender hervor: „Ohne Menschen wie Olaf Isenhardt, die bereit sind, freiwillig und unentgeltlich durch eine Stammzellspende, das Leben eines fremden Menschen zu retten, wäre unsere Arbeit nicht möglich. Sie geben Patienten, die an einer tödlichen Krankheit leiden, eine Chance auf Leben. Ein größeres Geschenk kann man den Menschen und ihren Familien nicht machen.“

Isenhardt drückt die Daumen

Olaf Isenhardt hat seine Stammzellspende gut überstanden. Ähnlich wie bei einer Blutplasma-Spende wurden die Stammzellen aus dem Blut gefiltert.  Ihm ist es egal, ob der Patient in den USA alt oder jung, klug, reich, schön oder „sonst irgendwas“ ist, er drückt ihm/ihr die Daumen, dass er lebt. (dji)

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