Hilfe für Kommissar Dieter zieht weite Kreise

Artikel vom 12. September 2017

Kommissar Dieter aus Kallstadt braucht dringend eine Stammzellspende. Foto: Stefan-Morsch-Stiftung

Die Resonanz auf den erst vor wenigen Tagen veröffentlichten Typisierungsaufruf für den an Leukämie erkrankten Polizeioberkommissar Dieter ist riesig: Egal ob es seine Polizeikollegen oder Feuerwehrleute sind, wildfremde Menschen melden sich, um sich über die Typisierung am Samstag, 30. September, 16 bis 20 Uhr, in der Turnhalle, Leistadter Str. 2, in Kallstadt (Kreis Bad Dürkheim) zu informieren.

Rückblick: 2016 fühlte sich Dieter (59 Jahre) immer müde und schlapp. Der Kriminaloberkommissar aus dem Kreis Bad Dürkheim hat akute Leukämie. Er braucht dringend eine Stammzellspende. In Deutschland bekommen jedes Jahr mehr als 11 000 Menschen diese Diagnose, die das ganze Leben mit einem Schlag auf den Kopf stellt. Seine Töchter Nadine und Lisa wollen etwas unternehmen, nicht tatenlos bleiben: „Nach der Chemotherapie braucht unser Vater dringend einen Stammzellspender. Für ihn und viele weitere Patienten ist das die Chance geheilt zu werden.“  Der Spender muss allerdings die gleichen Gewebemerkmale besitzen wie ihr Vater. Deshalb hat die Familie sich mit der Stefan-Morsch-Stiftung, Deutschlands erste Stammzellspenderdatei,  zusammengetan, um einen Aufruf für Dieter und andere Patienten zu starten.

Typisierungsaufruf zieht weite Kreise

Schon nach ein paar Tagen ist klar: Im Kreis Bad Dürkheim hält man zusammen, wenn es um Menschen in Not geht. Viele hundert Male wird der Aufruf über die sozialen Netzwerke geteilt. Innerhalb der Polizei wird auf den Aufruf für den Kollegen hingewiesen: „Wir hoffen für Dieter, dass er einen Spender findet und die Therapie anschlägt! Er ist ein lebenslustiger und angenehmer Zeitgenosse.“ Auch die Bad Dürkheimer Werbeagentur Print Online engagiert sich: „Ein riesiges Dankeschön. Sie haben uns ohne zu zögern mit Materialien versorgt… völlig auf eigene Kosten, das ist unglaublich! Danke von Herzen!“, erzählen Dieters Töchter, die bei der Organisation der Typisierungsaktion die Fäden in der Hand halten. Sie danken jetzt schon jedem, der zur Typisierung kommt oder den Aufruf unterstützt.

Feuerwehr unterstützt den Aufruf

Thorsten Walter, Oberbrandmeister der Feuerwehr Bad Dürkheim, hat versprochen mit all den Feuerwehrkameraden am 30. September nach Kallstadt zu kommen, die noch nicht als Stammzellspender registriert sind: „Es war und ist eine Selbstverständlichkeit zu helfen. Dieter soll die  größtmögliche Chance haben, einen passenden Spender zu finden.“

Stammzellspende rettet Leben

Die Stefan-Morsch-Stiftung ist begeistert von dem Engagement: „Eine solche Unterstützung erleichtert die Aufklärungsarbeit. Außerdem stärkt es die Solidarität mit dem Patienten und seiner Familie. Er steht nicht alleine da. Das ist wichtig. Und es motiviert Menschen, sich als potenzielle Lebensretter in der Stammzellspenderdatei registrieren zu lassen.“

Leukämie-Hilfe braucht Aufklärung

Bei der Typisierung werden wenige Millitliter Blut entnommen, um die für eine Stammzelltransplantation relevanten Gewebemerkmale zu bestimmen.

Eine Typisierung ist ganz einfach. Die Stefan-Morsch-Stiftung erklärt wie es geht: Zunächst sollte man sich über die Stammzellspende informieren – am einfachsten über die Homepage der Stefan-Morsch-Stiftung (www.stefan-morsch-stiftung.de) oder über die kostenlose Hotline: 08 00 – 766 77 24. Auf einem Gesundheitsfragebogen werden die wichtigsten Ausschlusskriterien abgefragt – etwa schwere Vorerkrankungen oder starkes Übergewicht. Auch das Alter spielt eine Rolle. Wer jünger ials 41 Jahre ist, kann sich kostenlos registrieren lassen. Für alle die älter sind, besteht ebenfalls die Möglichkeit sich als Stammzellspender registrieren zu lassen. Weil aber die Wahrscheinlichkeit dann sinkt, dass man als Spender in Frage kommt, bittet die Datei diesen Personenkreis darum, die Kosten für die Registrierung von 40 Euro durch eine Spende mitzutragen. Die Stiftung erklärt: „Als gemeinnützige Organisation müssen wir verantwortlich mit den uns anvertrauten Geldern umgehen. Deshalb haben wir diese Altersgrenze für kostenlose Typisierungen gesetzt.“  Ist der Fragebogen unterschrieben, wird eine Blutprobe genommen. Diese Probe wird im Labor der Stefan-Morsch-Stiftung analysiert. Sie erhalten eine Spendernummer. Das bedeutet: Die Gewebemerkmale, das Alter und Geschlecht sowie weitere transplantationsrelevante Werte werden anonym beim Zentralen Knochenmarkspender-Register Deutschland (ZKRD) hinterlegt. Jetzt stehen die anonymisierten Daten für weltweite Suchanfragen von Patienten wie Dieter zur Verfügung.

Wir suchen Lebensretter

Dieter und seine Familie hoffen nun, dass ganz viele junge Erwachsene zur Typisierung in die Turnhalle des Turnvereins Kallstadt in der Leistadter Straße 2 kommen. Ein Freund der Familie will zudem unter allen, die sich typisieren lassen, einen einwöchigen Aufenthalt in seiner Ferienwohnung für 2 Personen auf Teneriffa verlosen. Alle haben ein Ziel: „Wir suchen Lebensretter!“ (dji)

Spendenkonto „Kommissar Dieter“: Kreissparkasse Birkenfeld DE35 5625 0030 0000 0797 90; Bic: BILADE55XXX

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