Urexweiler hilft Leukämiepatienten

Artikel vom 30. November 2015

Emil Morsch, Vorsitzender der Stefan-Morsch-Stiftung, dankte Janina Malter von Klos Automobile, Ägidius Kunz, dem Vorsitzenden des Fördervereins des Sportvereins Urexweiler, und Dominik Hinsberger, dem Kapitän der 1. Mannschaft für ihr Engagement bei der Hilfe für Leukämie- und Tumorkranke. Foto: SV Urexweiler

Egal, ob groß oder klein, alt oder jung,  jeder konnte beim Laufevent „Run a round Urexweiler“ und dem Klos Automobile „Fußball-Cup“ im Juli 2015 Hilfe für Leukämie- und Tumorkranke leisten.  Zum einen konnte sich jeder gesunde Erwachsene zwischen 18 und 40 Jahren als Stammzellspender registrieren lassen, zum anderen ging ein Teil des Erlöses an die Stefan-Morsch-Stiftung, Deutschlands älteste Stammzellspenderdatei.

Denn jedes Jahr erkranken etwa 11 000 Menschen an Leukämie – allein in Deutschland. Wenn Chemotherapie und Bestrahlung nicht helfen, ist eine Stammzelltransplantation die vielleicht letzte Chance. Durch sie wird dem Patienten ein neues blutbildendes System übertragen. Dazu braucht der Patient aber einen Spender, dessen Gewebemerkmale weitestgehend mit den eigenen übereinstimmen. Um für so viele Leukämiepatienten wie möglich einen passenden Spender zu finden, ist die Stefan-Morsch-Stiftung beinahe täglich deutschlandweit unterwegs, auf der Suche nach potenziellen Lebensrettern – auch in Urexweiler beim Sponsorenlauf.

Das Ergebnis kann sich sehen lassen: 35 Menschen ließen sich als potenzielle Lebensretter in die Datei der Stefan-Morsch-Stiftung aufnehmen und stehen so als Stammzellspender für weltweite Suchanfragen zur Verfügung. Vor wenigen Tagen nun wurde auch ein Teil des Erlöses in Form eines Spendenschecks von 500 Euro an den Vorsitzenden der Stefan-Morsch-Stiftung Emil Morsch übergeben. Es gibt im deutschen Gesundheitssystem kaum öffentliche Mittel für die Typisierung von neuen Spendern. Auch die Krankenkassen dürfen nach den geltenden Sozialgesetzen die Kosten der Ersttypisierung von Spendern nicht übernehmen. Die Kassen sind nur für die Vergütung von Leistungen für einen konkreten Patienten zuständig und dazu zählen Ersttypisierungen bei der Neuaufnahme von Spendern nicht. Die Spenderdatei finanziert deshalb die Typisierung überwiegend aus Spenden. Deshalb sind auch die 500 Euro für die Stiftung ein wichtiger Beitrag, betont Morsch bei der Spendenübergabe durch Janina Malter von Klos Automobile, Ägidius Kunz dem Vorsitzenden des Fördervereins des Sportvereins Urexweiler und Dominik Hinsberger, dem Kapitän der 1. Mannschaft.  Morsch erklärt: „Für die Neuaufnahme eines Spenders entstehen der Stefan-Morsch-Stiftung Kosten in Höhe von 40 Euro. Wer also aus gesundheitlichen Gründen nicht dazu in der Lage ist, sich typisieren zu lassen, kann trotzdem helfen, die Typisierung geeigneter Spender durch Geldspenden zu finanzieren.“

Hintergrund:

Einen Teil unserer Aufklärungsarbeit leisten wir direkt in Vereinen und Unternehmen. So haben wir in den vergangenen  Jahren immer wieder zusammen mit der Geschäftsführung und den Mitarbeitern verschiedener Konzerne dazu aufgerufen sich typisieren zu lassen. Die Identifikation mit dem Unternehmen oder dem Verein und das soziale Engagement der Firmen und Vereinsvorstände hat dazu geführt, dass sich stets ein hoher Anteil der Mitarbeiter für die Hilfe für Leukämie- und Tumorkranke einsetzt. Falls seitens Ihres Hauses Interesse an einer Betriebs- bzw. Vereinstypisierung besteht, stehen wir Ihnen gerne zur Verfügung. Hier können Sie mehr erfahren.

 

 

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