Typisierung beim 2. Hunsrück-Rallye-Sprint in Hettenrodt

Artikel vom 5. Mai 2017

Zur zweiten Auflage des Hunsrück-Rallye-Sprints am 13. Mai rund um Hettenrodt, Kirschweiler und Mackenrodt wird nicht nur Rallye-Action geboten. Die Stefan-Morsch-Stiftung ist von 11 bis 15 Uhr mit ihrem englischen Road-Star-Bus vor Ort um potentielle Stammzellspender zu registrieren. Wer zwischen 16 bis 40 Jahre alt und gesund ist, kann sich im Rallye-Zentrum am Hettenrodter Bürgerhaus als Stammzellspender registrieren und in das Team der Lebensretter aufnehmen lassen.

Unter dem Motto „Der Geist der Hunsrück-Rallye lebt weiter“ hat das Organisationsteam um Kim Oliver Rieth, André Bender, Florian Lofi, Marcus Göbel, André Vohl und Mario Stähler– das sind „die jungen“ vom Sportfahrer-Team Hunsrück (STH) – eine zweite Auflage der im letzten Jahr so erfolgreichen Veranstaltung auf die Beine gestellt. Das junge Organisationsteam verbindet dies – zusammen mit der Stefan-Morsch-Stiftung – mit der Hilfe für Leukämiekranke, indem es zur Typisierung als Stammzellspender aufruft.

Der Organisationsleiter des Hunsrück-Rallye-Sprints, Kim Oliver Rieth kennt sich bestens mit dem Thema aus. Der sportliche junge Familienvater hat erst im August 2015 selbst Stammzellen für einen leukämiekranken Mann aus den Niederlanden gespendet. Mit einem Piekser acht Jahre zuvor hatte alles angefangen. Damals organisierte die Stefan-Morsch-Stiftung aus Birkenfeld in Oberreidenbach eine Typisierungsaktion für einen im Ort erkrankten jungen Mann. Spieler und Spielerfrauen des TuS Breitenthal waren sich rasch einig: „Da fahren wir auch hin.“ Vom Hunsrückort aus machte sich gleich eine 15-köpfige Mannschaft auf den Weg, Kim Oliver Rieth unter ihnen.

Jedes Jahr erkranken etwa 11.000 Menschen an Leukämie – allein in Deutschland. Viele davon sind Kinder oder Jugendliche. Wenn Chemotherapie und/oder Bestrahlung nicht helfen, ist eine Stammzelltransplantation die letzte Chance. Das funktioniert jedoch nur, wenn sich gesunde Spender als mögliche Lebensretter zur Verfügung stellen.

Bei der Typisierung wird eine Speichelprobe entnommen. Im Labor werden dann zunächst die Gewebemerkmale bestimmt. Die persönlichen Daten und HLA-Merkmale werden unter der Beachtung des Datenschutzes bei der Stefan-Morsch-Stiftung gespeichert. Die Gewebemerkmale sind dann, anonymisiert über eine Spendernummer, im deutschen Zentralregister (ZKRD) für weltweite Patienten-Suchanfragen verfügbar.

In Spenderdateien wie der weltweit vernetzten Stefan-Morsch-Stiftung sind derzeit mehr als 29 Millionen Menschen registriert. Trotzdem ist es oft noch ein Glücksfall, wenn sich ein passender Spender findet. Mit jedem neu gewonnenen Spender erhöht sich die Chance, dass einem an Leukämie erkrankten Menschen geholfen werden kann. (MF)

Sollten Sie noch Fragen haben – die Stefan-Morsch-Stiftung ist unter der gebührenfreien Hotline 08 00 – 766 77 24 oder über info@stefan-morsch-stiftung.de erreichbar.

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