Spenden kostet nichts: Lebensretter gesucht

Artikel vom 14. November 2018

Sarad Mangold (links) und Jordan Perez sammeln Ideen, um Besucher und Mitschüler zur Typisierung zu motivieren. Foto: Stefan-Morsch-Stiftung.

Es wird gemalt, diskutiert, recherchiert, zusammengefasst, mit Grafikprogrammen gearbeitet, gefilmt und auch schon mal eine Münze geworfen, wenn sich die Schüler der Berufsbildenden Schule Kirn über das Werbekonzept gar nicht einig werden: Sie wollen für eine gute Sache werben. Die Frage lautet: Wie viele lassen sich am Tag der offenen Schule als Stammzellspender bei der Stefan-Morsch-Stiftung registrieren? Am Samstag, 24. November, von 9 bis 13 Uhr, BBS Kirn, Berliner Platz 1.

Schüler machen sich stark für Leukämiepatienten

Karin Weyand, Fachlehrerin für Biologie, ist stolz auf das Engagement ihrer Schüler, die Mitschüler ab 16 Jahren, Eltern, Lehrer und Besucher des Infotags über die Hilfe für Leukämie- und Tumorkranke informieren möchten. Mit dem Slogan „Spenden kostet nichts. Nicht spenden kostet Leben. Auch du kannst helfen!“ möchten sie auf das Thema aufmerksam machen. Denn sie wissen: Wenn Chemo und Bestrahlung nicht helfen, ist die Transplantation gesunder Stammzellen die letzte Chance auf Weiterleben. Um für mehr Lebenschancen zu sorgen, hoffen sie, dass sich möglichst viele am Tag der offenen Schule als Stammzellspender registrieren.

Eine Speichelprobe genügt

Die Typisierung funktioniert ganz einfach: Zunächst sollte man sich über die Stammzellspende informieren – am einfachsten über die Homepage der Stefan-Morsch-Stiftung oder über die kostenlose Hotline: 08 00 – 766 77 24. Über einen Gesundheitsfragebogen werden die wichtigsten Ausschlusskriterien abgefragt – etwa schwere Vorerkrankungen oder starkes Übergewicht. Ist der Fragebogen unterschrieben, wird eine Speichelprobe genommen. Kommt man als Spender in Frage, nehmen Mitarbeiter der Datei Kontakt auf.

Zwei Arten der Stammzellentnahme

Stammzellen befinden sich im Knochenmark. Um sie zu übertragen, gibt es zwei Möglichkeiten: Die Entnahme von Knochenmark aus dem Beckenkamm. Oder die Entnahme peripherer Blutstammzellen aus dem Blut – ähnlich wie bei einer Dialyse. Dazu wird dem Spender vorher ein körpereigener Botenstoff verabreicht, der die Stammzellen aus dem Knochenmark in das Blut übergehen lässt. In einer Entnahmestation – wie bei der Stefan-Morsch-Stiftung – werden dann die Stammzellen entnommen. Über die Art der Spende entscheidet der Stammzellspender. Das Transplantat wird dann schnellstmöglich zum Patienten gebracht – ob in die USA, Australien oder nach Flensburg. Denn nach der Entnahme muss die Transplantation innerhalb von 72 Stunden erfolgen.

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