Abgesagt: Region hält zusammen für Amara

Artikel vom 3. März 2020

Rund 120 neue Lebensretter und 3582 Euro Geldspenden für die Leukämiehilfe. Foto: Stefan-Morsch-Stiftung

Klapperndes Besteck, Lachen und Gespräche, tobende Kinder – der Hilfeaufruf für die leukämiekranke 4-jährige Amara füllte die Gemeindehalle in Kriegsfeld mit Leben. Wer konnte gab eine Speichelprobe ab, um sich als möglicher Stammzellspender in der Datei der Stefan-Morsch-Stiftung zu registrieren, steckte Geld in die Spendendosen oder aß und trank für den guten Zweck.

Überwältigende Resonanz für Amara

Die Organisatorinnen Lisa Geßner, Tanja Göbel und Jennifer Knirsch sind überwältigt: „Mit so vielen Menschen hatten wir nicht gerechnet. Die Hilfsbereitschaft, um die Aktion zu organisieren, war von Anfang an groß. Danke an alle, für die vielen helfenden Hände, die Geld-, Essens- und Getränkespenden und an die, die den Aufruf mitbeworben haben.“ Die Liste der Unterstützer ist lang: Der Männerkochkurs hat mit 1880 Markklößchen in 120 Litern Rinderkraftbrühe mit Nudeln für gestärkte Besucher gesorgt, das Fleisch dafür spendete die Metzgerei Bessei. Die Landfrauen und andere haben eine große Auswahl von rund 30 Torten und Kuchen gestemmt, der Chor 99 und die Bäckerei Dexheimer Getränke gespendet, die Bäckerei Deubel mit 300 Brötchen, Café Mandala mit Kaffee die Aktion unterstützt. Mit Hilfe der Geldspenden, die auf dem Spendenkonto der Stiftung eingegangen sind und jetzt in Kriegsfeld zusammengekommen sind, werden die Registrierungskosten finanziert. Denn für jede einzelne Typisierung fallen Kosten von rund 40 Euro an.

Antony Redd und Martin Mohr von der freiwilligen Feuerwehr Kaiserslautern entschieden sich spontan dazu, nach Kriegsfeld zu fahren, um sich in der Datei zu registrieren. „Anderen zu helfen liegt einem als Feuerwehrmann im Blut. Ich wollte es schon längst machen. Ich möchte der Familie so das Zeichen geben, dass sie nicht alleine sind. Es gibt Menschen, die möchten euch helfen.“

Kriegsfeld hält zusammen gegen Leukämie

Eine Sprecherin der Birkenfelder Stammzellspenderdatei fasst zusammen: „Der Zusammenhalt der Menschen hier in Kriegsfeld ist spürbar. Hier haben sich alle versammelt, um mit viel Herzblut dafür einzutreten, Leukämie- und Tumorkranken Menschen wie Amara zu helfen.“

Unter Hochdruck werden jetzt die rund 120 Speichelproben im Labor der Stiftung in Birkenfeld auf die transplantationsrelevanten Merkmale analysiert. Kommt man als Spender in Frage, nehmen Mitarbeiter der Stiftung Kontakt auf. Stammzellen kann man auf zwei Arten spenden: Am häufigsten wird heute die periphere Blutstammzellspende angewandt. Das funktioniert so ähnlich, wie die Blutplasmaspende oder Dialyse und dauert 3 bis 5 Stunden. Weitaus seltener ist die Knochenmarkspende, bei der die Stammzellen aus dem Beckenkamm entnommen werden. Das wird unter Vollnarkose gemacht.

Weiterer Aufruf für Amara in Frankenthal

Der Hilfeaufruf für Amara geht weiter. Die nächste Gelegenheit, sich als möglicher Stammzellspender für das leukämiekranke Mädchen und andere Erkrankte zu registrieren ist am Sonntag, 29. März, 12 bis 16 Uhr, in der Friedenskirche Frankenthal, Mozartstraße 26. Weiterhin ruft die Stefan-Morsch-Stiftung zu Geldspenden auf, um die Neuregistrierung weiterer möglicher Lebensretter für Amara und andere Erkrankte zu ermöglichen.

Spendenkonto Stefan-Morsch-Stiftung „Hilfe für Amara“, Kreissparkasse Birkenfeld, IBAN: DE35 5625 0030 0000 0797 90 SWIFT‐BIC: BILADE55XXX

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