Papier Mettler in Morbach plant Typisierungsaktion

Artikel vom 23. Februar 2013

Hilfe für Leukämie- und Tumorkranke bekommt Unterstützung: Aufruf „Durch Typisierung Leben retten!“

Umweltschutz und soziales Engagement ist für Global Player eine Selbstverständlichkeit.  Papier-Mettler in Morbach ist europäischer Marktführer für Serviceverpackungen aus Papier und Kunststoff und engagiert sich seit Jahren in der Region für Schulen und Kindergärten. Jetzt planen Mitarbeiter und Geschäftsführung eine Typisierungsaktion für die Stefan-Morsch-Stiftung. Mit Plakaten unterstreicht man die Hilfe für Leukämie- und Tumorkranke. Am Samstag, 23. Februar, öffnet die Firma ihre Türen zur Cafeteria am Werk I, damit sich Mitarbeiter und alle anderen Interessierten in die Datei der Lebensretter aufnehmen lassen können.  Denn mit jedem neu gewonnen Spender erhöht sich die Chance, dass einem Menschen mit Leukämie geholfen werden kann.

Leukämie ist eine der vielen bösartigen Erkrankungen, bei der eine Übertragung gesunder Blutstammzellen notwendig werden kann. Denn mit der Transplantation von Stammzellen bekommt der Patient ein neues blutbildendes System – seine einzige Chance auf Leben, wenn Chemotherapie oder Bestrahlungen keine Heilung bringen.  Eine solche Transplantation ist aber nur möglich, wenn es Menschen gibt, die sich typisieren lassen – sprich: als Stammzellspender in der Spenderdatei erfasst sind.

Die Stefan-Morsch-Stiftung ist die älteste Stammzell-Spenderdatei Deutschlands. Unter dem Leitmotiv “Helfen – Hoffen – Heilen“ bietet die Stiftung seit mehr als 25 Jahren Hilfe für Leukämie- und Tumorkranke. Das heißt, Menschen können sich hier als Spender registrieren lassen. Ihre Daten werden anonymisiert in das Zentrale Knochenmarkspender-Register für die Bundesrepublik Deutschland (ZKRD) eingetragen. 30 Dateien – wie die Stefan-Morsch-Stiftung- speisen die Daten der Spender dort ein, damit sie für weltweite Suchanfragen zur Verfügung stehen.

Seit mehr als 25 Jahren plädieren Emil und Hiltrud Morsch, Gründer der Stiftung, aber auch für eine verbesserte Betreuung der Patienten und ihrer Angehörigen. Ihr Sohn, der 16 jährige Stefan Morsch aus Birkenfeld erkrankte Anfang der achtziger Jahre an Leukämie. Als erstem Europäer wurde ihm 1984 fremdes Knochenmark übertragen.  Der Junge überlebte jedoch die Nachsorge nicht. Das ist für Emil und Hiltrud Morsch der Grund, warum die Stiftung nicht nur immer wieder für die Registrierung als Stammzellspender wirbt, sondern auch Patienten ihre Hilfe anbietet.  Aus eigener Erfahrung weiß Emil Morsch, welche Komplikationen bei der Therapie auftreten können, aber auch welche finanziellen und psychischen Folgen die Patienten und deren Angehörige belasten. „Deshalb sind wir als Stiftung auch für die Patienten da – in jeder Frage.“ 

 „Typisierung“ lautet der Fachbegriff für die Aufnahme in die Stammzellspenderdatei: Nach entsprechender Aufklärung muss ein Spender schriftlich sein Einverständnis zur Registrierung seiner Daten geben. Aus einer Blutprobe – es genügt ein Fingerhut voll Blut – werden die Gewebemerkmale des Spenders im Labor bestimmt. Gleiches funktioniert auch mit einem Abstrich der Mundschleimhaut, der mit Hilfe eines Wattestäbchens gemacht wird. 

Prinzipiell kann sich jeder gesunde Erwachsene zwischen 18 und 50 Jahren registrieren lassen.  Emil Morsch, Vorstandsvorsitzender der Birkenfelder Stiftung, dankt der Geschäftsführung und der Belegschaft von Papier-Mettler: „Dass sich Menschen und Unternehmen über ihren beruflichen und geschäftlichen Alltag hinaus für Leukämiekranke engagieren, ist vorbildlich.“  Die Typisierungsaktion am Samstag, 23. Februar, 9 bis 14 Uhr, in der Cafeteria  des Werk I, Hochwaldstr. 22, 54497 Morbach (links neben dem Haupteingang) wird auch durch Geldspenden unterstützt. Denn der Erlös aus dem Verkauf von Kaffee und Kuchen geht ebenfalls an die Hilfe für Leukämie- und Tumorkranke. Spendengelder, die ausschließlich dafür verwendet werden, um die Typisierungsaktionen zu finanzieren.  „Denn als Spenderdatei bieten wir die Typisierung kostenlos an, um jungen, gesunden Menschen, die – aus welchem Grund auch immer – nicht die Möglichkeit haben, die Typisierungskosten von mindestens 50 Euro pro Analyse zu tragen, ebenfalls die Chance zu geben, zu helfen“, so der Vorstand der Stiftung.

Zurück zur Übersicht

Ihre Ansprechpartner für die Presse- und Öffentlichkeitsarbeit finden Sie hier.