Neue Lebensretter beim Hexenrock

Artikel vom 3. Mai 2019

Die Punkrocker von Rogers sind jetzt mögliche Stammzellspender. Foto: Stefan-Morsch-Stiftung

Nico, Artur und Chri von der Punkrockband Rogers wollen nicht nur Musik machen, sondern auch Leukämiekranken helfen. Auf dem Hexenrock-Festival in Hettenrodt haben sie sich, wie auch viele Besucher, als Stammzellspender bei der Stefan-Morsch-Stiftung registriert.

Typisierung beim Hexenrock

„Typisierung ist ne gute Sache, um schwerkranken Menschen zu helfen. Wir halten gerne unser Gesicht hin, um für einen guten Zweck auch andere zum Helfen zu motivieren.“ Dafür haben sie auch Bandmerchandise zur Verfügung gestellt, das unter denen, die sich auch als Stammzellspender registrierten, verlost wurde.

Jede einzelne Typisierung kann ein Leben retten

Susanne Morsch, Vorstandsvorsitzende der Birkenfelder Stefan-Morsch-Stiftung freut sich über die neuen Lebensretter: „Jede einzelne Registrierung erhöht die Chance, im internationalen Netzwerk der Leukämiehilfe für Patienten kompatible Spender zu finden. Jede einzelne Typisierung kann ein Leben retten.“

Nach Typisierung weltweit helfen

Die Speichelproben sind inzwischen im Labor der Stiftung angekommen. Dort werden sie auf die genetischen Gewebemerkmale, die sogenannten HLA-Werte, untersucht und danach in der Datei gespeichert. Steht man als Spender für einen Leukämiepatienten zur Auswahl, nimmt die Stefan-Morsch-Stiftung Kontakt auf. Stammzellen spenden kann man auf zwei Arten: Bei der klassischen Methode der Knochenmarkentnahme wird durch eine Punktion des Beckenkamms das Knochenmark entnommen. Dieser Eingriff dauert zirka eine Stunde. Die zweite Methode – und die weitaus häufigste – ist die Entnahme peripherer Blutstammzellen aus dem Blut – ähnlich wie bei einer Dialyse. Dazu wird dem Spender vorher ein körpereigener Botenstoff verabreicht, der die Stammzellen aus dem Knochenmark in das Blut übergehen lässt.(az)

Mehr über das Hexenrock-Festival erfährt man hier.

 

 

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