Lebensretter werden beim Pfälzerwald-Marathon

Artikel vom 4. September 2017

Bei der Hilfe für Leukämiekranke braucht es einen langen Atem, wie beim Pfälzerwald-Marathon, der am Sonntag, 10. September 2017 in seine zwölfte Runde geht. Eine attraktive Strecke, gute Verpflegung und viel Spaß erwarten die Läufer in Pirmasens.

Die Stefan-Morsch-Stiftung wird, zusammen mit dem DRK Blutspendedienst West, von 10 bis 16 Uhr, auf dem Messegelände, Zeppelinstraße, vertreten sein. Die gemeinnützige Stiftung wirbt bei allen 16- bis 40-jährigen dafür, sich als Stammzellspender für Leukämiekranke registrieren zu lassen. Gleichzeitig sucht das DRK nach Blutspendern.

Die Organisatoren des Pfälzerwald-Marathons wollen mit ihrem Engagement für Leukämiekranke dazu beitragen, dass irgendwann jedem Leukämie-Patienten wirklich geholfen werden kann. Mit jedem neu gewonnenen Spender erhöht sich die Chance, dass ein an Leukämie erkrankter Mensch gerettet werden kann.

Blutspende hilft Leben retten

Der überwiegende Teil der Empfänger von Bluttransfusionen sind heute Patienten mit bösartigen Erkrankungen: Kinder, Jugendliche und Erwachsene, die beispielsweise an Blutkrebs (Leukämie) erkrankt sind. Dies hängt neben der eigentlichen Erkrankung insbesondere mit der modernen Chemotherapie zusammen. Diese Chemotherapie führt in vielen Fällen zu einer vorübergehenden kompletten Unterdrückung der körpereigenen Blutbildung im Knochenmark (Aplasie). Daher sind Patienten in diesen kritischen Behandlungsphasen auf lebenswichtige Blutübertragungen angewiesen. Viele moderne und heilende Behandlungsverfahren, gerade im Kampf gegen Krebs, können nur durchgeführt werden, wenn für diese Patienten genügend Blut zur Verfügung steht. So helfen Blutspenden auch über die Wartezeit hinweg, die es dauert, um beispielsweise einen passenden Stammzellspender zu finden, wenn eine Transplantation erforderlich ist.

Jedes Jahr erkranken etwa 11.000 Menschen an Leukämie – allein in Deutschland. Wenn Chemotherapie und/oder Bestrahlung nicht helfen, ist eine Stammzelltransplantation die letzte Chance. Das funktioniert jedoch nur, wenn sich gesunde Stammzellspender als mögliche Lebensretter zur Verfügung stellen.

Hilfe für Leukämiekranke

Wer bei der Veranstaltung am 10. September Blut spendet und sich gleichzeitig typisieren lassen will, bekommt, unter dem Motto „1 mal Stechen, 2 mal Helfen“, einfach ein Röhrchen Blut (knapp einen Fingerhut voll) zusätzlich abgenommen. Die Teilnehmer und Zuschauer des Marathons können sich selbstverständlich auch typisieren lassen, ohne Blut zu spenden. Sie geben bei der Typisierung eine Speichelprobe ab.

Im Labor werden aus den Proben zunächst die Gewebemerkmale bestimmt. Die persönlichen Daten und HLA-Merkmale werden unter der Beachtung des Datenschutzgesetzes bei der Stefan-Morsch-Stiftung gespeichert. Die Gewebemerkmale sind dann, über eine Spendernummer anonymisiert, im deutschen Zentralregister (ZKRD) für weltweite Patienten-Suchanfragen verfügbar.

In Spenderdateien wie der weltweit vernetzten Stefan-Morsch-Stiftung sind derzeit mehr als 30 Millionen Menschen registriert. Trotzdem ist es oft noch ein Glücksfall, wenn sich ein passender Spender findet. Mit jedem neu gewonnenen Spender erhöht sich die Chance, einem an Leukämie erkrankten Menschen helfen zu können.

Als Stammzellspender kann sich jeder gesunde Erwachsene bis zum 40sten Lebensjahr registrieren lassen (Frauen bis maximal zwei Schwangerschaften). Mit dem Einverständnis der Eltern können sich Jugendliche bereits ab 16 Jahren typisieren lassen. (mf)

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