Lebensretter am Schulfest gesucht

Artikel vom 24. April 2019

Stiftungsgründungsfest des neuen Schulträgers der privaten Blandine-Merten-Realschule in Trier. Foto: Blandine-Merten-Realschule/Joachim Maas

Eine neue Ära für die private Blandine-Merten-Realschule in Trier – Den Schulträgerwechsel von den Ursulinen vom Calvarienberg Ahrweiler an die frisch gegründeten „Schulstiftung Blandine-Merten-Realschule Trier“ feiert die Schulgemeinschaft am Samstag, 18. Mai, dem Gedenktag der Schulpatronin. Außerdem möchten Lehrer und Schülerinnen Besucher auf die Leukämiehilfe aufmerksam machen. Am Info-Stand der Stefan-Morsch-Stiftung, Deutschlands erster Stammzellspenderdatei, können sich 16- bis 40-Jährige typisieren lassen.

Schülerinnen engagieren sich für Leukämiepatienten

„Wir als neuer Schulträger sehen uns der erfolgreichen pädagogischen Tradition verpflichtet, aus dem Geist der Ursulinen heraus die Erfolgsgeschichte zuverlässiger und verantwortlicher Erziehungsarbeit dauerhaft weiterzuführen“, erklärt Marc Klee aus dem Stiftungsvorstand, der an der Mädchenrealschule Mathe, Sozialkunde und Physik unterrichtet. Beim Schulfest möchte die Stiftung zeigen, dass die Schule in neuen Händen die Tradition pflegt. Um sich vorzustellen und zu zeigen, was die Schule kann, bereiten die Schülerinnen einige Projekte vor, zu Themen wie Frauenrecht, Natur, Sport und Kreativität. Bei der Ausstellung des Bistums Trier erfährt man mehr über die selig gesprochene Schulpatronin Blandine Merten. Sie wurde selig gesprochen, weil die Kirche unter anderem die Heilung der an Krebs erkrankten Missionsschwester Irimberta Puntigam, für die Blandine gebetet hatte, als Wunder anerkannt hat.

Leukämie kann jeden treffen

Dem Vorstand der Schulstiftung liegt es am Herzen, auf die Hilfe für Leukämie- und Tumorkranke aufmerksam zu machen. „Wir möchten, dass unsere Schülerinnen zu verantwortungsbewussten Menschen heranwachsen, die ihren Fokus auch auf andere Menschen richten und sich für sie engagieren können.“ Klee weiß genau: Blutkrebs kann jeden treffen. 11 000 Mal pro Jahr wird in Deutschland die bösartige Blutkrankheit diagnostiziert. Helfen Chemo und/oder Bestrahlung nicht, kann die Transplantation gesunder Stammzellen von einem genetisch passenden Spender die letzte Möglichkeit sein. Diese Chance auf Leben ist aber nur möglich, wenn sich Menschen, als Stammzellspender zur Verfügung stellen. Dafür setzt sich Deutschlands erste Stammzellspenderdatei aus Birkenfeld seit mehr als 30 Jahren ein.

Am Schulfest möglicher Stammzellspender werden

Die Typisierung dauert wenige Minuten: Man füllt die Einwilligung aus und gibt eine Speichelprobe ab. Erwachsene bis 40 Jahre können sich kostenlos registrieren. Mit dem Einverständnis der Eltern können sich bereits Minderjährige ab 16 Jahren typisieren lassen. Im Labor der Stammzellspenderdatei werden die Proben analysiert und dann in der Datei gespeichert. Wer sich einmal als möglicher Stammzellspender registriert hat, steht für Leukämiepatienten weltweit zur Verfügung. Mehr erfährt man über www.stefan-morsch-stiftung.de.(az)

Folgendes Programm ist geplant:

10 Uhr: Gottesdienst in der Pfarrkirche Heiligkreuz

11.30 Uhr: Festakt in der Aula der Blandine-Merten-Realschule, Bernhardstraße 26

Im Anschluss Schulfest und Vorstellung der Schülerinnenprojekte, Verkaufsstand, Vorführungen und Mitmachaktionen bis 18 Uhr.

Mehr erfährt man auf der Schulhomepage unter www.bmrtrier.de

Jede Hilfe ist richtig und wichtig

Für die Neuaufnahme eines Spenders entstehen der Stefan-Morsch-Stiftung Kosten in Höhe von 40 Euro. Wer also aus gesundheitlichen Gründen nicht dazu in der Lage ist, sich typisieren zu lassen, kann trotzdem helfen, die Registrierung geeigneter Spender durch Geldspenden zu finanzieren. Damit sich möglichst viele junge Menschen typisieren lassen, bietet die Stefan-Morsch-Stiftung die Aufnahme in die Datei für alle gesunden Erwachsenen bis 40 Jahre kostenlos an. Das wird über Spendengelder finanziert.

Spendenkonto: Kreissparkasse Birkenfeld: IBAN: DE76 5625 0030 0000 2222 24 SWIFT‐BIC: BILADE55XXX

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