Kupferkönigin lädt zur Typisierung ein

Artikel vom 10. Oktober 2017

Betriebsleiter Nicolai Bollenbach und Kupferkönigin Lisanne Lörke rufen im Kupferbergwerk Fischbach zur Hilfe für Leukämie- und Tumorkranke auf. Foto: Stefan-Morsch-Stiftung

Du bist der Hammer, wenn Du typisiert bist! Die 20-jährige Lisanne Lörke will am Dienstag, 31. Oktober, alle jungen Besucher des Kupferbergwerkes in Fischbach zu potenziellen Lebensrettern machen. Als Kupferkönigin lädt sie am Reformationstag zu einem Gottesdienst „Unter Tage“ ein – aber auch zur Hilfe für Leukämie- und Tumorkranke.

Jedes Jahr erkranken etwa 11 000 Menschen an Leukämie – allein in Deutschland. Viele davon sind Kinder oder Jugendliche. Wenn Chemotherapie und Bestrahlung nicht helfen, ist eine Stammzelltransplantation die letzte Chance. Das funktioniert jedoch nur, wenn sich gesunde Spender als mögliche Lebensretter zur Verfügung stellen. In Spenderdateien wie der weltweit vernetzten Stefan-Morsch-Stiftung sind derzeit mehr als 30 Millionen Menschen registriert, nichtsdestotrotz ist es oft noch ein Glücksfall, wenn sich ein passender Spender findet. Nicolai Bollenbach, Betriebsleiter des Kupferbergwerks Fischbach, das jährlich bis zu 25 000 Besucher verzeichnet: „Ich bin selbst seit Jahren typisiert. Mit jedem neu gewonnenen Spender erhöht sich die Chance, dass einem an Leukämie erkrankten Menschen mit Blutkrebs geholfen werden kann.“

Kupferkönigin typisiert

Kupferkönigin Lisanne Lörke, die sich gerade als Stammzellspenderin registrieren ließ, spricht aus Erfahrung: „Eine Typisierung ist ganz einfach: In einem Gesundheitsfragebogen werden die wichtigsten Ausschlusskriterien abgefragt – etwa schwere Vorerkrankungen, starkes Übergewicht und die Zahl der Schwangerschaften. Dann wird eine Speichelprobe genommen und im Labor der Stefan-Morsch-Stiftung analysiert.“ Die für eine Transplantation wichtigen Gewebemerkmale (HLA-Werte) sind dann anonymisiert gespeichert. Gemeinsam mit der Spendernummer werden diese an das Zentrale Knochenmarkspender-Register Deutschland (ZKRD) übermittelt, um für weltweite Suchanfragen von Patienten zur Verfügung zu stehen.

Hilfe für Leukämie- und Tumorkranke im Kupferbergwerk Fischbach am Reformationstag mit der Stefan-Morsch-Stiftung

Programm für Kinder

Nicolai Bollenbach hat für den Reformationstag auch ein dickes Unterhaltungsprogramm zusammengestellt.  Das Typisierungsteam der Stefan-Morsch-Stiftung ist von 14 bis 18.30 Uhr vor Ort. Kupferkönigin Lisanne und die ehemalige Kupferkönigin Julia erzählen Märchen passend zu Martin Luther und geben einen kindgerechten Einblick in die Themen Bergbau, Dunkelheit, Angst und Licht. Je nach Teilnehmerzahl besteht für die Kinder die Möglichkeit, Steine zu schürfen und zu waschen, damit der Bergbau auch hautnah ausprobiert und erlebt werden kann. Alle Kinder erhalten eine kleine Überraschung. Er bittet darum, dass alle Eltern ihre Kinder vorab im Kupferbergwerk Fischbach unter 06781-2304, telefonisch anmelden.

Jugendchor FriFra-Voce

Um 17.30 Uhr beginnt dann das gottesdienstliche Konzert im historischen Kupferbergwerk Fischbach –  ein Zusammenspiel von musikalischen und gottesdienstlichen Gedanken, basierend auf den Thesen Martin Luthers, zu Verzweiflung, Umkehr, Hoffnung und Neuanfang. Der Jugendchor FriFra-Voce und die Superintendentin Jutta Walber treten in einen musikalisch gedankenvollen Dialog zu reformatorischen Fragen wie: Wie viel ist genug für mich?, Wie viel ist nötig, um glücklich und zufrieden zu sein? Oder Muss ich weitermachen wie bisher, ist Umkehr möglich?

Bollenbach und Lisanne Lörke hoffen, dass viele junge Menschen von 16 bis 40 Jahren sich als Stammzellspender registrieren lassen: „Vielleicht können Sie helfen, dass an Leukämie erkrankte Menschen eine Chance auf Heilung bekommen. Das wäre echt der Hammer!“ (dji)

Zurück zur Übersicht

Ihre Ansprechpartner für die Presse- und Öffentlichkeitsarbeit finden Sie hier.