Jeder kann helfen – ein Beispiel

Artikel vom 30. März 2017

Zum 4. Mal werden sich Schüler des Kirchlichen Bildungszentrum für Gesundheitsberufe im Revier bei der Stefan-Morsch-Stiftung typisieren lassen. Foto: KBG GmbH

Jeder kann helfen! Unter diesem Motto wirbt die Stefan-Morsch-Stiftung, Deutschlands älteste Stammzellspenderdatei, bundesweit immer wieder bei Typisierungsaktionen. Hilfe für Leukämie- und Tumorkranke ist ihr Spezialgebiet. Hilfe, die ohne Menschen wie Stefanie Ellrott und Steffen Kurka  nicht möglich wäre. Als Lehrer für Pflegeberufe am Kirchlichen Bildungszentrum für Gesundheitsberufe im Revier  (KBG GmbH) in Gelsenkirchen, unterstützen sie die Stiftung bei ihrer Aufklärungsarbeit. Mitte Mai 2017 werden sie wieder die Schülerinnen und Schüler darüber aufklären, was man mit einer Stammzellspende bewirken kann – schlicht und einfach: Leben retten.

Leukämie-Hilfe angestoßen

Stefanie Ellrott ist 52 Jahre alt und schon seit Jahren als Stammzellspenderin registriert. Als ausgebildete Krankenschwester weiß sie, was man bewirken kann, sollte man jemals als Spender für einen Leukämiepatienten in Frage kommen. Denn nicht immer kann man mit einer Chemo bzw.  Bestrahlung den Blutkrebs in den Griff bekommen. Dann ist die Transplantation von Stammzellen bzw. Knochenmark die letzte Chance, um das Leben des Patienten zu retten.

Als ausgebildete Diplom-Berufspädagogin für Pflegeberufe hat sie irgendwann beschlossen, dieses Wissen auch an ihre Schüler weiterzugeben – zunächst in Neuss und seit 2011 auch in Gelsenkirchen. Dort konnte sie Christel Buchholz-Mielke, die Schulleiterin und Steffen Kurka, den stellvertretenden Schulleiter, für die gute Sache gewinnen. Für Susanne Morsch, Vorstandsvorsitzende der Stefan-Morsch-Stiftung, ist das Engagement von Ellrott ein gutes Beispiel, wie sich jeder engagieren kann: „Über die eigene Entscheidung ein potenzieller Lebensretter zu werden, kann jeder in seinem Umfeld – egal ob in der Familie, im eigenen Verein und in der eigenen Firma andere auf das Thema aufmerksam machen und so zum Multiplikator der guten Sache werden.“

Fast 300 neue Lebensretter

Bei den Typisierungsaufrufen am KBG in Gelsenkirchen wurden so bereits nahezu 300 neue Stammzell- bzw. Knochenmarkspender in der Datei der Stefan-Morsch-Stiftung registriert. Sie sind Auszubildende der Gesundheits- und Krankenpflege, Gesundheits- und Kinderkrankenpflege, Altenpflege und Gesundheits- und krankenpflegeassistenz. Steffen Kurka, ebenfalls Pflegepädagoge, behandelt in seinem Unterricht die Krankheitsbilder, die von einer möglichen Stammzellspende profitieren können und appelliert an die Schüler, sich auch persönlich für die Hilfe für Leukämie- und Tumorkranke einzusetzen. Sie können also mit gutem Beispiel voran und lassen sich typisieren. Stefanie Ellrotts Familie ist komplett typisiert. Sie hat das selbst so formuliert: „Helfen sollte einem im Blut liegen!“ (dji)

Hilfe für Leukämie- und Tumorkranke ist Teamarbeit – Wer mehr darüber wissen möchte, einfach hier klicken

Zurück zur Übersicht

Ihre Ansprechpartner für die Presse- und Öffentlichkeitsarbeit finden Sie hier.