Hilfe für Leukämiekranke macht in Idar-Oberstein Schule

Artikel vom 5. März 2013

49 Schüler der Harald-Fissler-Schule ließen sich bei der Stefan-Morsch-Stiftung als potenzielle Lebensretter registrieren

Leukämie!  Wie kann man helfen? Mit dieser Frage haben sich in den vergangenen Tagen Schüler der Harald-Fissler-Schule in Idar-Oberstein in Zusammenarbeit mit der Stefan-Morsch-Stiftung auseinandergesetzt. Jetzt  ließen sich 49 in die Spenderdatei der Stefan-Morsch-Stiftung aufnehmen. Simon Winde aus Rinzenberg ist einer von ihnen: „Ich habe mich jetzt typisieren lassen, weil ich mich auch freuen würde, wenn mir jemand hilft – wenn ich Leukämie hätte.“

Seit Jahren werden die Schüler der  Berufsbildenden Schule für Technik regelmäßig über die Hilfe für Leukämie- und Tumorkranke informiert. Leukämie ist nur eine der bösartigen Erkrankungen, die eine Übertragung gesunder Blutstammzellen erfordern können. Mit der Transplantation von Stammzellen bekommt der Patient ein neues blutbildendes System – seine einzige Chance auf Leben, wenn Chemotherapie oder Bestrahlungen nicht geholfen haben.  Eine solche Transplantation ist aber nur möglich, wenn es Menschen gibt, die sich typisieren lassen – sprich: als Stammzellspender in der Spenderdatei erfasst sind. Auch Viola Zorn, Edelsteingraveurin aus Idar-Oberstein, hat sich an der Berufsbildenden Schule für Technik typisieren lassen: „Ich habe auch einen Organspendeausweis. Es ist wichtig, das man so etwas macht – und es dauert ja auch nicht lange, da kann man das ruhig machen.“ Ähnlich sieht es auch die 24 Jährige Sara Reichelt aus Siesbach: „Die Blutabnahme tut nicht weh. Es ist ein kleiner Piks, der dazu dient, dass man jemandem helfen kann. Das finde ich wichtig.“

Die Stefan-Morsch-Stiftung möchte in diesem Jahr ihre Kontakte zu Bildungseinrichtungen erweitern, um verstärkt über das Thema Stammzellspende  aufzuklären.  „Leider wissen viele Menschen nicht, dass jeder gesunde Mensch ab 18 Jahren mit einer Stammzelltransplantation Leben retten kann. Mit dem Einverständnis der Eltern kann man sich ab 16 Jahren registrieren lassen“, so Emil Morsch, Gründer der Birkenfelder Stiftung. Maximilian Marincel aus Fischbach ist Friseurlehrling: „Das Thema Leukämie hat mich sehr berührt. Ich habe mich typisieren lassen, weil man so mit sehr wenigen Mitteln, anderen Menschen helfen kann. Das hat mich einfach beeindruckt.“ Für Alexander Gödecke, ebenfalls Schüler an der Harald-Fissler-Schule, gab es noch ein weiteres Argument: „Ich habe einen kleinen Sohn. Der hat mein komplettes Denken verändert. Typisierung tut nicht weh, wenn es immer so einfach wäre, jemandem zu helfen …“

Interessierte Schulen können sich an die Stefan-Morsch-Stiftung, Elisabeth Terboven, Dambacher Weg 5, 55765 Birkenfeld, Telefon: 06781-993391, Email: info@stefan-morsch-stiftung.de, wenden. Über die Internetseite der Stiftung gibt es einführende Informationen: www.stefan-morsch-stiftung.de 

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