„Hilfe für Beate“ mobilisiert viele Helfer

Artikel vom 18. Juli 2018

In Menningen und Umgebung wird zur Typisierung für die leukämiekranke Beate aufgerufen. Foto: Alexander Erbel

Plakate und Flyer sind verteilt, das Helferteam ist komplett, die Liste für Kuchenspenden ist vollständig – die Vorbereitungen für die Typisierungsaktion „Hilfe für Beate“ sind in der Endphase. Am Sonntag, 22. Juli, ruft der DRK Ortsverein Menningen mit der Stefan-Morsch-Stiftung zur Registrierung als Stammzellspender für die 58-Jährige und für andere Leukämiepatienten auf. Von 14 bis 18 Uhr können sich gesunde Erwachsene bis 40 Jahre, im Bürgerhaus, Saarfelser Straße 8, in Menningen, kostenlos als Lebensretter registrieren. Und wer nicht kann oder möchte, kann helfen, indem er für den guten Zweck Kuchen isst, Kaffee trinken oder Gegrilltes genießt.

Viele wollen helfen

Eberhard Mock, erster Vorsitzender des DRKs Menningen, überblickt mit Mühe die vielen Unterstützungszusagen und Hilfsangebote für den Hilfeaufruf: „Wir haben schon viele positive Rückmeldungen, jeder kennt mittlerweile das Foto von Beate. Viele Menschen aus Menningen und der Umgebung haben ihre Unterstützung zugesagt. Vereine haben angekündigt, geschlossen zur Typisierung zu kommen. Auch Landtagsabgeordnete Martina Holzner wird vor Ort sein.“ Viele Menschen haben bereits auf das Spendenkonto zugunsten der Hilfsaktion für Beate überwiesen. Auch am Sonntag kann jeder mit Geldspenden helfen.

Je mehr sich registrieren, desto besser

Jährlich erkranken allein in Deutschland rund 11 000 Menschen an Leukämie. Wenn die „Chemo“ nicht ausreicht, um den Blutkrebs zu besiegen, ist die Transplantation von Knochenmark oder Blutstammzellen eines gesunden Spenders für die Patienten die letzte Hoffnung auf Heilung. Das funktioniert nur, wenn ein genetisch passender Spender gefunden wird. „Deswegen ist es wichtig, dass sich möglichst viele registrieren lassen. Je mehr, desto besser“, erklärt Mock.

In wenigen Schritten zum Lebensretter

Die Typisierung ist ganz einfach. Man füllt einen Fragebogen aus und gibt eine Speichelprobe ab, die dann im Labor der Stiftung analysiert wird. Stimmen die für eine Transplantation relevanten Merkmale mit denen von Beate oder eines anderen Patienten überein, melden sich Mitarbeiter der Stiftung. Jegliche Kosten für die Untersuchungen, die Versicherung sowie An- und Abreise zum Entnahmeort werden übernommen.

Stammzellen kann man auf zwei Arten spenden

Stammzellen kann man auf zwei Arten spenden: Bei der klassischen Methode – der Knochenmarkspende – entnehmen Mediziner etwa 0,8 bis 1,5 Liter Knochenmark-Blut-Gemisch aus dem Beckenknochen des Spenders – niemals aus dem Rückenmark. Dieser Eingriff dauert zirka eine Stunde. Die weitaus häufigere Methode nennt sich Apherese – die Entnahme von Blutstammzellen aus dem peripheren Blut – ähnlich wie bei einer Plasmaspende oder Dialyse. Dazu wird dem Spender einige Tage lang ein körpereigener Botenstoff verabreicht, der die Stammzellen aus dem Knochenmark in das Blut übergehen lässt. In einer Entnahmestation werden dann die Stammzellen aus dem Blut herausgefiltert bzw. zentrifugiert.

Während der Blutspende am Freitag, 20. Juli, im Bürgerhaus Menningen, 17 bis 20 Uhr, kann man sich auch direkt bei Eberhard Mock über die Hilfsaktion für Beate informieren. (az)

Spendenkonto „Hilfe für Beate“: Sparkasse Merzig-Wadern IBAN DE 16593510400000230425   BIC MERZDE55XXX eingerichtet.

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