Hilfe für Arnd: 50 Mal die Chance gegen Leukämie

Artikel vom 18. Februar 2020

Die Vereinsmitglieder der Freilichtbühne Mörschied engagieren sich für leukämiekranken Arnd und andere Patienten. Foto: Stefan-Morsch-Stiftung

Im Bürgerhaus Aurora in Weiden wurde es eng: Viele Menschen zeigen Solidarität für den an Leukämie erkrankten Arnd. 50 Menschen gaben eine Speichelprobe ab und 600 Euro wurden in die Spendendosen gesteckt, bei der Typisierungsaktion, die Arnds Freunde und Bekannte der Freilichtbühne Mörschied e. V. mit der Stefan-Morsch-Stiftung organisierten.

Freilichtbühne Mörschied e. V. engagiert sich gegen Leukämie

Benny Engel aus dem Orga-Team der Freilichtbühne Mörschied freut sich: „Es war ein toller Tag. Danke an alle, die mitgeholfen haben, wie die Globusfiliale Idar-Oberstein für die Spende von Wienern und belegten Brötchen und den Nahe Getränke Service für die Getränkespenden. Danke auch an Kathis Werkstatt für die Blumendeko und die vielen Kuchenspender.“

Bereits mehrfach engagierten sich die Vereinsmitglieder für Leukämiekranke. Wer kann ist auch bereits registriert. Sandra Friedrich, die seit 2001 als Statistin und Bühnenhelferin bei den Karl-May-Festspielen dabei ist, hat die Gelegenheit in Weiden genutzt. „Bisher war ich einfach noch nicht dazu gekommen, mich als Stammzellspender zu registrieren. Jetzt habe ich das nachgeholt, weil ich Arnd helfen will. Wenn nicht ihm, dann jemand anderem mit Leukämie“, erzählt die 29-Jährige.

Schüler des Gymnasiums Heinzenwies registrieren sich für Arnd

Carolin Späth besucht die 13. Klasse am Gymnasium Heinzenwies in Idar-Oberstein. Sie hat bei ihren Freunden rundgefragt, wer mit ihr zur Typisierung kommt: „Meine Schwester ist im Verein. So habe ich von dem Aufruf erfahren. Ich habe in meiner Stufe rundgefragt, wer mit mir hinfahren möchte und habe gleich fünf Leute mitgebracht. Wir sind jetzt alle registriert.“

Thomas Müller, Frank Lempges und Marvin Scherf von den Karl May Freunden Pluwig e. V. sind nach Weiden gekommen: „Wir sind gut befreundet mit den Mörschiedern. Wir besuchen gegenseitig unsere Aufführungen. Die meisten bei uns sind schon als Stammzellspender registriert. Wir möchten Arnd und den Mörschiedern Solidarität zeigen.“

50 Mal die Chance auf Leben

Susanne Morsch, Vorstandsvorsitzende der gemeinnützigen Datei zieht ein positives Fazit: „Ein großes Dankeschön an die Organisatoren und Unterstützer der Freilichtbühne. Es sind nicht bloß 50 Speichelproben, sondern 50 Mal die Chance auf Leben, für Leukämiepatienten wie Arnd und andere Betroffene.“

Speichelproben werden im Labor analysiert

Die Speichelproben werden jetzt im HLA-Labor der Stiftung in Birkenfeld unter Hochdruck auf die genetischen Gewebemerkmale analysiert. Kommt man als Spender in Frage, nehmen Mitarbeiter der Stiftung Kontakt auf. Stammzellen kann man auf zwei Arten spenden: Am häufigsten wird heute die periphere Blutstammzellspende angewandt. Das funktioniert so ähnlich, wie die Blutplasmaspende oder Dialyse und dauert 3 bis 5 Stunden. Weitaus seltener ist die Knochenmarkspende, bei der die Stammzellen aus dem Beckenkamm entnommen werden. Das wird unter Vollnarkose gemacht. Weitere Informationen bekommt man auf der Homepage www.stefan-morsch-stiftung.de oder unter der gebührenfreien Hotline 0800 – 76 67 724 sowie bei Facebook und Instagram.

Online-Typisierung möglich

Wer den Termin verpasst hat, kann sich über die Homepage der Stiftung auch online als möglicher Stammzellspender registrieren. Über die Startseite kommt man zur Einwilligung. Dort müssen einige Gesundheitsfragen beantwortet werden. Nach dem Ausfüllen der Einwilligung bekommt man ein Registrierungsset mit genauer Anleitung zugeschickt. Für den Spender, der jünger ist als 40 Jahre, entstehen dabei keine Kosten. Geldspenden sind jedoch für Spenderdateien unverzichtbar, da jede Spenderregistrierung mindestens 40 Euro verursacht. Auch die Spendenkonten sind auf der Homepage nachlesbar. (az)

 

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