Hettenrodter hexen, rocken und suchen Lebensretter

Artikel vom 28. April 2019

Beim Hexenrock in Hettenrodt bei der Stefan-Morsch-Stiftung registrieren.

Beim TV Hettenrodt (Kreis Hettenrodt) dreht sich vieles um Fußball. Aber einmal im Jahr, zur Hexennacht, steht auf dem Sportplatz in der Hohlstraße 18 nicht der Sport auf der Bühne, sondern Musiker: beim Hexenrock-Festival, am 30. April. Auch die Stefan-Morsch-Stiftung ist dabei, um über die Hilfe für Leukämie- und Tumorkranke aufzuklären und Konzertbesuchern ab 18 bis 40 Jahren die kostenlose Registrierung als Stammzellspender anzubieten.

Musik für Lebensretter

26 Jahre alt wird das Hexenrock-Festival in Hettenrodt. Als Headliner steht der Mannheimer Singer/Songwriter Joris auf der Bühne, der gerade seine neue Single „Du“ rausgebracht hat. Wer es ein bisschen lauter und punkrockig mag, darf sich auf die Co-Headliner Rogers freuen. Für weitere Abwechslung sorgen die Kölner Progressiv-Rock-Band „Pinski“ und die Rock-Cover-Bands Fused aus Enkenbach-Alsenborn und Digbuds aus Idar-Oberstein.

TV Hettenrodt ruft zur Typisierung auf

Wenn so viele Menschen zusammenkommen, möchten wir auch dazu aufrufen, was Gutes zu tun“, sagt Markus Schulz, Hettenrodter Ortsbürgermeister und Mitorganisator des Festivals. Deshalb hat der TV Hettenrodt die Stefan-Morsch-Stiftung ins Boot geholt, um auf die Hilfe für Leukämie- und Tumorkranke aufmerksam zu machen. Von 18 bis 21 Uhr können sich Erwachsene bis 40 kostenlos mit einer Speichelprobe als Stammzellspender registrieren. „Mit jedem neu gewonnenen Spender erhöht sich die Chance, dass einem an Leukämie erkrankten Menschen mit Blutkrebs geholfen werden kann.“

In wenigen Minuten möglicher Stammzellspender werden

Die Typisierung am Info-Stand der Stiftung ist ganz einfach: man füllt die Einwilligung aus und gibt eine Speichelprobe ab. Bei bestimmten Krankheiten kommt man nicht als Stammzellspender in Frage. Mehr zu den Ausschlusskriterien erfährt man hier.(az)

Wie funktioniert eine Stammzellspende?

Um die Stammzellen beim Spender zu entnehmen, gibt es heute zwei Varianten: Bei der klassischen Methode der Knochenmark-Entnahme entnehmen Mediziner die Stammzellen aus dem Beckenknochen des Spenders. Dieser Eingriff dauert zirka eine Stunde. Die zweite Methode ist die Entnahme peripherer Blutstammzellen aus dem Blut – ähnlich wie bei einer Plasmaspende oder Dialyse. Dazu wird dem Spender vorher ein körpereigener Botenstoff verabreicht, der die Stammzellen aus dem Knochenmark in das Blut übergehen lässt. Dieser Botenstoff löst beim Spender im Vorfeld oft grippeähnliche Symptome – wie Kopf- und Gliederschmerzen aus. Diese verschwinden aber mit der Entnahme der Stammzellen.

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