Handball-Kumpel Horst braucht einen Lebensretter

Artikel vom 7. November 2019

Horst vom MTV Vernawahlshausen hat Leukämie. Seine Familie und Freunde organsieren einen Spendenaufruf mit der Stefan-Morsch-Stiftung.

Die älteren Semester beim MTV Vernawahlshausen können sich noch an Horst im Handballtrikot erinnern. 40 Jahre lang hat der Linksaußen für den Verein gespielt. Die jüngeren kennen den 73 Jährigen als einen der „Bewegten Männer“, die immer mittwochs ihre Morgengymnsatik absolviert haben. Horst war jedoch schon seit Wochen nicht mehr dabei. Er liegt im Krankenhaus. Diagnose: Leukämie. Am Sonntag, 8. Dezember, kann zwischen 12 und 16 Uhr jeder, der ihm und anderen Patienten helfen will, in die Schwülmetalhalle kommen.

Diagnose: Leukämie

Es war Anfang September als Daniela Heises Vater öfter schwindelig wurde. Erst einige Zeit später fanden die Ärzte heraus, dass er so schwer krank ist, dass er ohne fremde Hilfe nicht wieder gesund werden kann. Deshalb organisiert die 43-Jährige mit Familie und Freunden einen Aufruf an alle jungen, gesunden Erwachsenen bis 40 Jahre.

Hilfe für Horst

Mehr als 11 000 Menschen in Deutschland bekommen jedes Jahr eine Diagnose wie Horst. Viele von ihnen können nicht alleine mit Chemo oder Bestrahlung geheilt werden. Sie brauchen einen Stammzellspender. Der sollte nicht nur jung und gesund sein, sondern auch noch fast exakt die gleichen genetischen Merkmale besitzen. In der  Familie von gibt es aber keinen passenden Spender. Deshalb wird jetzt weltweit in Stammzellspender-Datenbanken nach einem genetischen Zwilling gesucht.

Gemeinsam mit der Stefan-Morsch-Stiftung wird zur Hilfe für Leukämie- und Tumorkranke aufgerufen.

Eine Blutprobe genügt

Die Stefan-Morsch-Stiftung ist eine solche Datei, die an das weltweit existierende Hilfs-Netzwerk angeschlossen ist. Die erste Stammzellspenderdatei Deutschlands bietet seit 1986 Hilfe für Leukämie- und Tumorkranke und ruft immer wieder dazu auf, sich als Stammzellspender registrieren zu lassen. Eine kleine Blutprobe genügt.

Chance fürs Leben

Daniela Heise organisiert den Aufruf vor Ort. Unterstützt wird sie von ihrem Arbeitgeber, der Klinik und Rehabilitationszentrum Lippoldsberg GmbH und dem ehemaligen Bürgermeister Jörg-Otto Quentin. Daniela Heise hofft, das auf viele neue Stammzellspender: „Mit jedem neu registrierten Spender wächst die Chance, das Leben meines Vaters und anderer Leukämie-Patienten zu retten!“ (dji)

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