Gründer der Karl-May-Festspiele braucht Hilfe

Artikel vom 10. Januar 2020

Typisierung für Arnd am 16. Februar in Mörschied – Gründer der Hunsrücker Karl-May-Festspiele hat Leukämie. Foto: Freilichtbühne Mörschied e. V.

Mehrfach engagierten sich die Darsteller und Vereinsmitglieder der Freilichtbühne Mörschied für Leukämieerkrankte. Jetzt braucht einer aus den eigenen Reihen dringend eine Stammzelltransplantation um den Blutkrebs zu besiegen. Deshalb ruft der Verein gemeinsam mit der Stefan-Morsch-Stiftung zur Typisierung für Arnd und Patienten wie ihn auf: Sonntag, 16. Februar, 12 bis 16 Uhr. Menschen bis 40 Jahre können sich kostenlos im Bürgerhaus Aurora in Weiden (Kreis Birkenfeld) registrieren.

Albtraumdiagnose Leukämie

Eigentlich war es ein gewöhnlicher Gesundheits-Check für Arnd, alles wie immer. Kurz vor Weihnachten dann plötzlich die Diagnose Leukämie. „Damit hatte niemand gerechnet“, erzählt Vanessa Nisius aus dem Team der Freilichtbühne Mörschied e. V.. Sie und die Vereinskollegen wollen dem 55-Jährigen helfen. „Auf seinem Reiterhof hat er mit kleinen Wildwest-Spielen angefangen. Ohne Arnd gäbe es die Freilichtbühne und die Karl-May-Festspiele in Mörschied nicht. Er ist es, der dem ganzen immer wieder Leben einhaucht – als Darsteller, Regisseur und Texter“, erzählt die 36-Jährige.

Chemotherapie reicht nicht aus, um Arnd vom Blutkrebs zu heilen. Nur die Transplantation gesunder Blutstammzellen von einem Menschen mit den gleichen genetischen Gewebemerkmalen könnte seine Chance sein. Einen passenden Spender innerhalb der Familie gibt es nicht. Weltweit wird in Stammzellspenderdateien wie der Stiftung aus Birkenfeld nach dem genetischen Zwilling gesucht. Diese Suche möchten die Mörschieder mit dem Aufruf, dass sich junge, gesunde Menschen bis 40 Jahre als Stammzellspender registrieren lassen, unterstützen.

Freilichtbühne Mörschied e. V. will Arnd retten

„Wir hoffen, dass viele nach Weiden kommen, sich typisieren lassen, die Hilfe für Arnd und andere mit Geldspenden unterstützen oder einfach nur reinkommen, was trinken und was essen. Die Einnahmen aus Getränkeverkauf und Kuchenbuffet kommen der Leukämie- und Tumorhilfe zugute.“

Die Typisierung dauert nur wenige Minuten. Man gibt seine Kontaktdaten an und gibt eine Speichelprobe ab. Über die gebührenfreie Hotline sind Mitarbeiter direkt erreichbar: 0800 – 76 67 724.

Warum liegt die Altersgrenze für die Typisierung bei 40 Jahren?

Prinzipiell kann sich jeder gesunde Erwachsene zwischen 18 und 60 Jahren registrieren lassen. Das Höchstalter für eine kostenlose Neuaufnahme hat die Stefan-Morsch-Stiftung auf 40 Jahre festgelegt, weil ältere Spender nicht mehr oder nur noch sehr selten von den Transplantationszentren als Spender angefordert werden. Das lässt sich statistisch belegen: Mehr als zwei Drittel der ausgewählten Spender in der Datei waren jünger als 40 Jahre. Denn die Transplanteure wissen, dass sich mit zunehmendem Alter die Zellteilung verlangsamt und die Beschwerden bei den potenziellen Spendern zunehmen. Deshalb bittet die Stefan-Morsch-Stiftung Spender, die älter als 40 Jahre sind, einen Beitrag für die Typisierungskosten zu leisten. Denn als gemeinnützige Organisation werden die Registrierungen aus Spendengeldern finanziert: „Diese Gelder wollen und müssen wir verantwortungsvoll einsetzen, um Spender zu registrieren, die eine höchst mögliche Chance haben auch ein Leben zu retten“, so die Stiftung. (az)

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