Geldspenden sind Investition ins Leben

Artikel vom 4. Juli 2017

Schüler des Veldenz Gymnasiums Lauterecken übergaben Geldspende an Vorstandsmitglied Bruno Zimmer. Foto: Stefan-Morsch-Stiftung

Was muss man alles Bedenken, wenn man eine eigene Firma leitet? Zwölf Schüler des Lauteneckener Veldenz Gymnasiums haben das ausprobiert. Einen Teil ihres Gewinns spendeten sie nun der Stefan-Morsch-Stiftung. Für Bruno Zimmer, Vorstandsmitglied der Hilfe für Leukämie- und Tumorkranke „vorbildliche Nachwuchs-Unternehmer, die auch noch soziale Verantwortung übernehmen!“

Junior ist ein Projekt des Instituts der deutschen Wirtschaft Köln GmbH (IW). EasyGURTing hieß die Schülerfirma der Lautereckener Gymnasiasten aus der 11. und 12. Jahrgangsstufe. Sie entwickelten Tragegurte für Aktenordner und Schlüsselanhänger. Von der Produktion, über die Kalkulation und den Vertrieb haben sie die Firma gemanagte. Grundlage waren zunächst die 90 Anteilscheine für je 10 Euro. Nun nachdem die „Aktionäre mit 20 Prozent ausbezahlt und eine kleine Fete organisiert wurde, besuchten die Nachwuchs-Unternehmer die Stefan-Morsch-Stiftung. Hilfe für Leukämie-und Tumorkranke – darüber hatten sie abgestimmt – wollten sie leisten. Aber nicht ohne vorher zu sehen, was mit ihrem hart erarbeiteten Geld passiert.

Schüler besichtigen Stefan-Morsch-Stiftung

Unter dem Leitmotiv “Hoffen – Helfen – Heilen“ bietet die gemeinnützige Stiftung seit 1986 Hilfe für Leukämie- und Tumorkranke. Hauptziel der Stiftung ist, Menschen zu werben, sich als Stammzellspender registrieren zu lassen. So werden täglich Stammzell- oder Knochenmarkspender aus der Spenderdatei von mehr als 450 000 potentiellen Lebensrettern weltweit vermittelt.  Die Stiftung bietet seit mehreren Jahren Schülergruppen an, die Stiftung zu besichtigen, aber auch Workshop-Projekte mit der Stiftung zu organisieren.  Neben der Spenderdatei ist die Stiftung auch internationales Suchzentrum für die Ermittlung von Spendern weltweit. Die Stiftung hat zudem am Sitz in Birkenfeld eine eigene Entnahmestation für periphere Blutstammzellen und  eines der größten HLA-Labor Europas.  Die Entnahme peripherer Blutstammzellen wird so häufig in der hauseigenen Apherese in Birkenfeld vorgenommen und im HLA-Labor der Stiftung werden jährlich bis zu 40 000 Blutproben analysiert. 2016 wurden aus der Stiftung mehr als 600 Spender angefragt, ob sie mit einer Blutstammzell- bzw. Knochenmarkspende einem an Leukämie erkrankten Menschen eine Chance auf Heilung geben.

Mit dem Ordnergurtsystem haben die Schüler des Gymnsiums Lauterecken Hilfe für Leukämie- und Tumorkranke erarbeitet.

Geldspende hilft Helfen

Spendengelder wie die fast 200 Euro, die nun  die Schüler des Gymnasiums Lauterecken gespendet haben, machen Hilfe für Leukämie- und Tumorkranke möglich. Geldspenden werden dafür verwendet, um die Typisierung junger Spender zu finanzieren. „Die Typisierungskosten betragen 40 Euro pro Analyse. Da junge Menschen die größten Chancen haben, auch als Spender ausgewählt zu werden, setzen wir die Spendengelder dafür ein, gerade junge Menschen kostenlos ins Team der Lebensretter aufzunehmen“, so der Vorstand der Stiftung. Und so ließ sich auch ein Teil der Schülergruppe aus Lauterecken ins Team der Lebensretter aufnehmen. Eine echte Investition in die Zukunft, so die Sprecherin der Stiftung. (dji)

Weitere Schüler und Schulprojekte – einfach hier weiterlesen

Wie man mit Geldspenden helfen kann – einfach hier klicken

Zurück zur Übersicht

Ihre Ansprechpartner für die Presse- und Öffentlichkeitsarbeit finden Sie hier.