Flohmarkt-Händler sammeln für Leukämiepatienten

Artikel vom 30. September 2015

Monika Meier (l.) von der Rietz Flohmärkte GmbH hat die Spendendose persönlich zur Stefan-Morsch-Stiftung gebracht.

Monika Meier von Flohmärkte Rietz brachte Spendendose eigenhändig zur Stefan-Morsch-Stiftung

Flohmarkt-Freunde im Saarland und der angrenzenden Pfalz kennen Monika Meier von Rietz Flohmärkte aus Tholey. Seit mehr als 20 Jahren sind die Märkte ein Treffpunkt für Sammler, ein Paradies für Schnäppchenjäger und Begegnungsstätte für Jung und Alt. Seit vielen Jahren engagieren sich die Firmeninhaber auch für die Hilfe für Leukämie- und Tumorkranke und sammeln immer wieder Geld für die Stefan-Morsch-Stiftung, Deutschlands älteste Stammzellspenderdatei, im rheinland-pfälzischen  Birkenfeld. Jetzt brachte Monika Meier wieder zwei Spendendosen persönlich in die Stiftung. Der Inhalt: 577,16 Euro.

Emil Morsch, Vorstandsvorsitzender der gemeinnützigen Stiftung, ist begeistert von so viel Engagement, aber auch von den Flohmarkt-Händlern, die immer wieder etwas von den eigenen Erlösen in die Spendendosen stecken. Er erinnert sich an die Zeit vor mehr als 30 Jahren: „Als klar war, dass unser leukämiekranker Sohn  Stefan nur in den USA eine Knochenmarkspende bekommen konnte und die Krankenkasse damals die Kosten nicht übernehmen wollte, haben meine Frau Hiltrud und ich eine Bürgschaft auf unser Haus aufgenommen. Als das nicht reichte, wurde ein Spendenaufruf gestartet. Es war ergreifend zu sehen, wie Kinder ihre Spardosen und ältere Frauen ihre kleine Rente dafür geopfert haben, damit Stefan eine Chance auf Leben bekam.“ Letztendlich waren es diese Spenden, die nach Stefans Tod dazu führten, dass die Stiftung gegründet wurde.

2016 wird die Stiftung 30 Jahre alt. Unter dem Leitmotiv “Hoffen – Helfen – Heilen“ bietet sie Hilfe für Leukämie- und Tumorkranke. Hauptziel der Stiftung ist, Menschen zu werben, sich als Stammzellspender registrieren zu lassen. So werden heute täglich Stammzell- oder Knochenmarkspender aus der stiftungseigenen Spenderdatei mit mehr als 400 000 potentiellen Lebensrettern weltweit vermittelt. Spendengelder, wie Monika Meier von Rietz Flohmärkte jetzt gesammelt hat, werden ganz konkret in die Hilfe für Leukämiepatienten investiert: „Wir helfen bei der Vermittlung von Kliniken oder Ärzten, beraten aber auch den Patienten nach der Transplantation. Die Stiftung gibt im Notfall finanzielle Hilfen. So können ungedeckte Kosten des Patienten, die durch eine Leukämie-Erkrankung entstanden sind und zu einer wirtschaftlichen Notlage geführt haben, übernommen werden“, so Emil Morsch. Neben der Förderung von Forschungsvorhaben, wird das Geld aber vorwiegend bei der Registrierung neuer Stammzellspender eingesetzt. Für die Neuaufnahme eines Spenders entstehen der Stefan-Morsch-Stiftung Kosten in Höhe von mehr als 50 Euro, für die im deutschen Gesundheitssystem keine Finanzierung vorgesehen ist. Morsch: „Die Geldspenden helfen uns dabei, dass Menschen, die an Blutkrebs oder einer Tumorerkrankung leiden, eine Chance auf Leben bekommen.“

Monika Meier weiß das. Deshalb geht sie immer wieder zu ihren Händler-Kollegen und bittet um Spenden: Mehr als 2000 Euro sind so in den vergangenen Jahren schon zusammengekommen. So wird aus vielen kleinen Beträgen eine große Hilfe.

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Plakat

Hintergrund: Seit fast 30 Jahren plädiert Emil Morsch, Gründer der Stiftung, für eine verbesserte Betreuung der Patienten und ihrer Angehörigen. Sein Sohn, der 16-jährige Stefan Morsch aus Birkenfeld, erkrankte Anfang der achtziger Jahre an Leukämie. Als erstem Europäer wurde ihm 1984 fremdes Knochenmark übertragen. Der Junge überlebte jedoch die Nachsorge nicht. Das ist der Grund, warum die Stiftung nicht nur für die Registrierung als Stammzellspender wirbt, sondern auch Patienten ihre Hilfe anbietet. Aus eigener Erfahrung weiß Emil Morsch, welche Komplikationen bei der Therapie auftreten können, aber auch welche finanziellen und psychischen Folgen die Patienten und deren Angehörige belasten. „Deshalb sind wir als Stiftung auch für die Patienten da – in jeder Frage.“

 

 

 

 

Spendenkonten:

KSK Birkenfeld, Kto. 22 22 24, BLZ 562 500 30

(IBAN: DE76 5625 0030 0000 2222 24 – SWIFT-BIC: BILADE55XXX)

 

Deutsche Bank, Kto. 094 66 65 00, BLZ: 500 700 24

(IBAN: DE78 5007 0024 0094 6665 00 – SWIFT-BIC: DEUTDEDBFRA)

 

Volksbank Hunsrück-Nahe, Kto. 473 54 26, BLZ 560 614 72

(IBAN: DE28 5606 1472 0004 7354 26 – SWIFT-BIC: GENODED1KHK)

 

Bei Spenden von mehr als 200 € werden Spendenbescheinigungen zur Vorlage beim Finanzamt ausgestellt. Bei Spenden bis 200 € gilt der Überweisungsbeleg der Bank als Steuerbeleg.

 

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