Feuerwehr Ramstein feiert und kämpft gegen Leukämie

Artikel vom 8. August 2017

Bei vielen ihrer Einsätze sind Menschenleben in Gefahr – die Feuerwehren retten Menschenleben. Die Feuerwehr Ramstein tut dies seit 150 Jahren. Das ging 1867 noch mit Eimern und Feuerspritze, heute mit modernster Technik. Gefeiert wird das Jubiläum am Sonntag, 20. August, mit einem Tag der offenen Tür.

Die Verantwortlichen der Feuerwehr Ramstein wollen an diesem Tag nicht nur gemeinsam mit den Mitbürgern feiern, sondern darüber hinaus Gutes tun. Deshalb ist von 11 bis 16 Uhr die Stefan-Morsch-Stiftung am Feuerwehrgerätehaus in Ramstein-Miesenbach. Sie wirbt bei allen 16- bis 40-jährigen dafür, sich als Stammzellspender für Leukämiekranke registrieren zu lassen und informiert über ihre Arbeit für Leukämie- und Tumorkranke.

Team der Lebensretter

In das Team der Lebensretter aufgenommen zu werden, ist ganz einfach: eine Speichelprobe genügt. Mit so wenig Aufwand kann man vielleicht bald – manchmal auch erst nach Jahrzehnten – zum Lebensretter werden und helfen, den Blutkrebs zu besiegen.

Jedes Jahr erkranken allein in Deutschland etwa 11 000 Menschen an Leukämie. Viele davon sind  Kinder oder Jugendliche. Wenn Chemotherapie und Bestrahlung nicht helfen, ist eine Stammzelltransplantation die letzte Chance. Das funktioniert jedoch nur, wenn sich  gesunde Spender als mögliche Lebensretter zur Verfügung stellen.  In Spenderdateien wie der weltweit vernetzten Stefan-Morsch-Stiftung sind fast 30 Millionen Menschen registriert. Doch noch immer gibt es für manchen Patienten keinen passenden Spender.

Feuerwehr Ramstein feiert

Zusammen mit der Stefan-Morsch-Stiftung, die vor 30 Jahren die erste Stammzellspenderdatei Deutschlands gegründet hat, will die Feuerwehr Ramstein dazu beitragen, dass irgendwann jedem Leukämie-Patienten wirklich geholfen werden kann. Mit jedem neu gewonnenen Spender erhöht sich die Chance, dass einem an Leukämie erkrankten Menschen geholfen werden kann.

Wenn Sie nicht älter als 40 Jahre sind, können Sie kostenlos typisiert werden. Jugendliche können sich ab 16 Jahren mit dem schriftlichen Einverständnis der Eltern ebenfalls als Stammzellspender registrieren lassen. Allerdings gibt es wichtige Ausschlusskriterien. Dazu gehören bestimmte schwere Erkrankungen und die Zahl der Schwangerschaften. Denn Frauen mit mehr als zwei Schwangerschaften werden nur sehr selten als Stammzellspender ausgewählt. Auch Menschen, die älter als 40 Jahre sind, werden seltener als Stammzellspender ausgewählt. (mf)

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