Falkstock Musikfestival in Kirchheim war großer Erfolg

Artikel vom 14. Juli 2009

Falkstock-Neuauflage: Gedenk- und Benefizkonzert brachte 3500 Euro ein
(aus: „Der Teckbote“ von Pierre Jarawan)Rund 400 Zuschauer fanden am Samstag den Weg auf das Dach der Bastion, um beim Falk­stock-Musikfestival dabei zu sein. Im Gedenken an den 2007 an Leukämie
verstorbenen Sänger Falko Rupprecht spielten sechs Kirchheimer Bands für den guten Zweck.
Die größte Sorge der Veranstalter erwies sich als unbegründet. Die bangen Blicke, die noch beim Aufbau den Himmel begleitet hatten, wichen bald zufriedenen Gesichtern: Das Wetter hielt. Acht Organisatoren, die engsten Freunde des im Alter von 27 Jahren verstorbenen Kirchheimer Musikers Falko Rupprecht sowie rund 20 Helfer, hatten vier Monate lang geplant und geprobt um das zweite Gedenkkonzert nach 2008 auf die Beine zu stellen. Tatkräftige Unterstützung erhielten sie dabei vom club bastion, der sich bedingungslos hinter das Vorhaben stellte.
Bereits um 16 Uhr versammelten sich die ersten Gäste auf dem Dach der Bastion, um kurze Zeit später den Auftritt des Kirchheimer Künstlerduos „Joe Blob“ zu verfolgen. Es präsentierte eingängige akustische Musik mit nachdenklichen Texten aus dem Debütalbum „Window View“ und sorgte dafür, dass weitere Gäste von den Straßen auf das Bastionsdach strömten. Zuvor hatte Jan Blankenhorn, enger Freund Falko Rupp­rechts und Bassist der Band „Donnerstag Abend“, das Festival mit einer kurzen Ansprache eröffnet und den Gästen die Hintergründe erläutert.

Dann betrat „Bonzi Stolle“ die Bühne. Der Kirchheimer Rapper, der kurzfristig auf seine übrigen Bandmitglieder verzichten musste, bewies, dass er auch alleine in der Lage ist, dem Publikum einzuheizen. Zeitweilig von befreundeten Musikern spontan unterstützt, gab er seine Lieder zum Besten und brachte die Gäste mit seinem Song „Husky Lady“ zum Mitsingen.

Den nächsten Höhepunkt stellte der Auftritt von „Quite a Few“ dar. Die Indie-Band aus Kirchheim, die in ihrer jungen Bandgeschichte schon einen Auftritt als Vorband der „Beatsteaks“ verbuchen konnte, gab auf dem Falkstock-Festival gleichzeitig ihr Abschiedskonzert. Zum letzten Mal also begeisterten sie die inzwischen zahlreichen Zuhörer mit ihren stimmungsvollen Songs und verabschiedeten sich eindrucksvoll von der Bühne.

Johny Trouble, Sänger des bekannten „Johny Trouble Trios“, präsentierte anschließend in unnachahmlicher Manier, gemeinsam mit verschiedenen Gästen, sowohl eigene Countrysongs als auch gecoverte Versionen von Countrygrößen wie Johnny Cash und sorgte für Begeisterung im Publikum.

Mit Einbruch der Dunkelheit legten auch die letzten Zuschauer ihre Schüchternheit ab, um sich nach und nach vor die Bühne zu drängen. Dort erwartete sie der Auftritt der „Holzfellaz“. Die sieben Energiebündel vereinen in ihrer Musik verschiedene Elemente wie Funk oder Crossover mit Hip-Hop und schicken dabei un­ter anderem mit Raptexten über Blümchen einen augenzwinkernden Gruß an gestandene Klischees der Rap-Szene. Ständig mit dem Publikum kommunizierend gelang es ihnen, die ohnehin schon gute Stimmung weiter steigen zu lassen.

Den beeindruckenden Abschluss des Abends stellte der Auftritt der „Donnerstag Abend All Stars“ dar. Die Band, in der Falko Rupprecht gesungen hatte, versammelte um Gitarrist Claudio Porcaro, Bassist Jan Blankenhorn und Schlagzeuger Heiko Stumpf verschiedene Künstler um sich. Mit wechselndem Gesang sorgten Arthur Schippert, Paul Kernstock, Joe Blob, Harry Delgado, Simon Lukas und Vfevolod Katsnelson für schnelle Rhythmen und eingängige Melodien, aber auch für sehr persönliche Ansagen, die Gänsehaut im Publikum verursachten.

Ein rundum gelungener Abend also, sowohl für die gut gelaunten Gäste als auch für die Freunde und Organisatoren: Rund 3500 Euro kamen durch Eintrittsgelder und den Verkauf von Speisen und Getränken sowie durch Spenden zusammen.

Der gesamte Erlös geht nun an die Stefan-Morsch-Stiftung, die seit 1986 die erste deutsche Datei für Knochenmark- und Stammzellspender betreibt. Ziel der Stiftung ist es, potenzielle Stammzell- und Knochenmarkspender zu finden und zu betreuen, um an Leukämie erkrankten Menschen helfen zu können. Damit man den Betroffenen unter anderem durch die Vermittlung von Kliniken oder Ärzten beistehen kann, ist man dort auf Spenden angewiesen.

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