Bild von Papst Benedikt auf dem Weg nach Rom

Artikel vom 26. August 2008

Bad Breisig. Nach monatelanger Arbeit im Atelier an der Liesbachstraße kam für den Künstler Karl-Heinz Ziebarth der große TagEr konnte sein Gemälde, das Papst Benedikt in Lebensgröße darstellt, der Öffentlichkeit vorstellen und anschließend an seinen Auftraggeber, die Stefan-Morsch-Stiftung aus Birkenfeld, übergeben. Viele interessierte Bürger und Gäste waren über den ganzen Tag der Einladung gefolgt, das großartig gelungene Meisterwerk in Augenschein zu nehmen und die Leistung des Künstlers zu bewundern. Karl-Heinz-Ziebarth und sein Maler-Freund Gottfried Koch standen den Interessierten sechs Stunden lang zur Verfügung, um ihnen alle Fragen zu dem Gemälde zu be­antworten. Als Emil Morsch, Geschäftsführer der im Dienste der Leukämiekranken stehenden Stiftung und Bürgermeister Bernd Weidenbach sich zu den Besuchern gesellten, kam es zum eigentlichen Übergabe-Akt der fertigen Auftragsarbeit.
Mitorganisator Waldi Fabritius leitete das Event ein, indem er die Protagonisten des Tages dem Pu­blikum vorstellte, im Mittelpunkt den Künstler mit dessen Vita, darüber hinaus die Stefan-Morsch Stiftung und ihre inzwischen europaweite Bedeutung mit ihrer Stammzellspender-Datei. Emil Morsch griff das Thema auf und schilderte, wie es zum zweiten Mal zu dem Auftrag an Karl-Heinz Ziebarth kam, den jeweils im Amt be­findlichen Papst zu malen. Die Zusammenarbeit zwischen dem Künstler und der Stiftung dauere inzwischen schon 20 Jahre und beruhe auf dem Schicksal, als beide ihre halbwüchsigen Söhne fast gleichzeitig an Leukämie verloren. Vom ersten Kennenlernen an habe die Stiftung von den Fähigkeiten Ziebarths profitiert. Er würdigte dabei die Bedeutung des Malers als Porträtist. Schon dessen Gemälde von Papst Johannes Paul habe soviel Aufsehen erregt, dass man es zu Gunsten der Stiftung Gewinn bringend habe verkaufen können. Er schilderte das zwischenzeitliche Abenteuer, wie das lebensgroße Abbild des Pontifex von diesem in Rom signiert werden sollte. Der Papst hatte schon den Stift in der Hand, als Sicherheitsbeamte, die einen Anschlag befürchteten, dazwischen sprangen und den Stift kassierten. Das Gemälde wurde einkassiert und irrtümlich als Geschenk für den Papst betrachtet. Es war darauf lange verschollen. Langer Verhandlungen durch die deutsche Botschaft bedurfte es, ehe man es dem eigentlichen Zweck zuführen und es nach Polen verkaufen konnte, wo es jetzt im Besitz einer befreundeten medizinischen Organisation ist.
Ein ähnlicher Weg ist nun dem Bild Papst Benedikts zugedacht. Es soll in Rom vom Dargestellten gesegnet und signiert werden, um dann zu Gunsten der Stefan-Morsch-Stiftung verkauft zu werden. Zunächst aber soll es bei der 20-Jahr-Feier der Stiftung am 26. und 27. August eine wichtige Rolle spielen. Zu dieser Gala ist auch die Bad Breisiger KG eingeladen, die über zwei Jahrzehnte mit der Stiftung freundschaftlich verbunden ist. Ihre Korps sollen die Bühnenschau verschönen, in deren Mittelpunkt die Popsängerin Nicole stehen wird, die frühere Schulfreundin des verstorbenen Stefan Morsch. Vor der Übergabe des Gemäldes würdigte Bad Breisigs Bürgermeister Bernd Weidenbach den Künstler Karl-Heinz Ziebarth. Er schilderte, wie er beim ersten Betrachten des Werkes vor Überraschung geradezu „sprachlos“ geworden sei. Er sei stolz, dass sich unter seinen Bürern überaus bemerkenswerte Künstler der verschiedenen Richtungen befinden; unter diesen nehme Karl-Heinz-Ziebarth ganz sicher eine besondere Stellung ein. Er verstehe, dass der Maler die Darstellung des Papstes Bendedikt als „Krönung seines Lebenswerkes“ bezeichne. Er hoffe, dass diesem Meisterwerk, das er gern als „Werk für die Ewigkeit‘ bezeichne würde, ein guter Weg beschieden sei, der dazu noch letzten Endes todkranken Menschen zur möglichen Heilung verhelfen könne. Der bescheidene Künstler Karl-Heinz Ziebarth selbst zeigte sich beeindruckt von der Bewunderung, die sein Gemälde hervorrufe. Er sei diese Arbeit mit ganzem Engagement angegangen und sei glücklich, dass sie ihm so gelungen sei. Ein dickes „Dankeschön“ zollte er allen, die ihn bei der schönen, aber auch sehr anstrengenden Arbeit unterstützt haben, besonders Bürgermeister Weidenbach. Wenn er sich jetzt von seinem „liebsten Kind“, dem mit viel persönlichen Einsatz geschaffenen Gemälde trenne, dann gebe er ihm alle guten Wünsche mit auf den Weg, besonders den, dass es der Stefan-Morsch-Stiftung den erhofften Vorteil bringe. Mit viel Beifall für den Maler verabschiedete man das Gemälde, das zunächst nach Birkenfeld, dem Sitz der Stiftung reist, ehe es Richtung Rom wandern soll. – FA –

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