BBS Kirn: Engagiert gegen Blutkrebs

Artikel vom 24. Oktober 2018

Beim Tag der offenen Schule 2018 in Kirn plant die Berufsbildende Schule einen Aufruf sich als Stammzellspender bei der Stefan-Morsch-Stiftung registrieren zu lassen.

„Lebensretter gesucht“ heißt ein Aufruf der Berufsbildenden Schule Kirn, die am Samstag, 24. November, einen Tag der offenen Schule plant. Zusammen mit der Stefan-Morsch-Stiftung startet man gleichzeitig eine Hilfsaktion für Leukämie- und Tumorkranke.  Die Schulleitung, die Schülerinnen und Schüler wollen zwischen 9 und 13 Uhr über ihre Schule am Berliner Platz 1, aber auch über das Thema Stammzellspende informieren und um die Registrierung als Stammzellspender bitten. Eine Speichelprobe genügt. 

Schule sucht Lebensretter

Die Stefan-Morsch-Stiftung ist die erste Stammzell-Spenderdatei Deutschlands. Unter dem Leitmotiv “Hoffen – Helfen – Heilen“ leistet sie schnelle und persönliche Hilfe für Krebskranke und ihre Familien.  Jedes Jahr erkranken allein in Deutschland etwa 11 000 Menschen an bösartigen Blutkrankheiten wie etwa der Leukämie. Jeder zweite Patient ist ein Kind oder Jugendlicher. Je nach Leukämieart variieren die Heilungsaussichten. Oft reicht die Behandlung mit einer Chemotherapie und/oder Bestrahlung aber nicht aus. Dann ist die Übertragung gesunder Blutstammzellen die einzige Hoffnung auf Leben.  Eine solche Transplantation ist aber nur möglich, wenn sich ein passender Stammzell- bzw. Knochenmarkspender zur Verfügung stellt.

Eine Speichelprobe genügt

Deshalb wirbt die Stefan-Morsch-Stiftung für eine „Typisierung“ – eine Registrierung in der Spenderdatei. Das bedeutet: Nach entsprechender Aufklärung muss ein Spender schriftlich seine Einwilligung zur Blutabnahme und Eintragung seiner Daten geben. Aus einer Blutprobe (knapp ein Fingerhut voll Blut) oder einem Abstrich der Wangenschleimhaut werden die Gewebemerkmale des Spenders im hauseigenen Labor der Stiftung bestimmt und bei der Spenderdatei gespeichert. Von dort werden sie pseudonymisiert dem Zentralregister in Ulm (ZKRD) übermittelt, wo sie mit denen der Patienten weltweit verglichen werden können. Mit jedem neu gewonnenen Spender erhöht sich somit die Chance, dass einem leukämiekranken Patienten das Leben gerettet werden kann.

Ethische Grundwerte

In den Leitzielen der Berufsbildenden Schule in Kirn steht folgender Satz: „Wir erziehen die Schülerinnen und Schüler nach sozialen und ethischen Grundwerten.“ Weiter heißt es dort: „Wir fördern Mut zur Verantwortung und zur Selbstständigkeit.“ In dieser Tradition steht auch der Aufruf sich in das Team der Lebensretter bei der Stefan-Morsch-Stiftung aufnehmen zu lassen. Susanne Morsch, Vorstandsvorsitzende der Stiftung: „Dass sich eine Schule dafür engagiert, Menschen, die an Leukämie erkrankt sind, zu helfen, ist für uns ein wichtiges Beispiel für soziales Engagement von Schülern.“ (dji)

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