Alexander Schweitzer: Politik trifft Lebensretter

Artikel vom 5. Juli 2018

Kuratoriumsvorsitzender Hans-Jürgen-Noss und Alexander Schweitzer im HLA-Labor der Stefan-Morsch-Stiftung.

„Perfektionieren, anpassen, erneuern“, so fasst Alexander Schweitzer, Vorsitzender der SPD-Fraktion im Landtag Rheinland-Pfalz, den Arbeitsalltag der Stefan-Morsch-Stiftung zusammen, die seit mehr als 30 Jahren die Hilfe für Leukämie- und Tumorkranke in den Fokus ihrer Arbeit gestellt hat. Auf seiner Sommertour zu verschiedensten Betrieben und Organisationen im Land besuchte er jetzt Deutschlands erste Stammzellspenderdatei in Birkenfeld.

Als ehemaliger Gesundheitsminister ist dem 44-Jährigen die Stiftung schon an „allen Ecken und Enden von Rheinland-Pfalz und darüber hinaus“ begegnet, sagt er. Tatsächlich waren allein 2017 mehr als 1200 Mal Teams der Spenderdatei unterwegs, um junge Menschen dafür zu gewinnen, sich als potenzielle Lebensretter registrieren zu lassen. Das ist jedoch nur ein Teil der Hilfe, die die Stiftung bietet.

Hilfe für Leukämiekranke

Insgesamt stehen in der Datei der Stefan-Morsch-Stiftung mehr als 450 000 Spender für weltweite Suchanfragen zur Verfügung.
Neben der Spenderdatei ist die Stiftung auch internationales Suchzentrum für die Ermittlung von Spendern weltweit. Zudem gibt es am Sitz in Birkenfeld eine eigene Entnahmestation für periphere Blutstammzellen und eines der größten HLA-Labore Deutschlands.
Neben der eigenen Forschung am Thema Hochleistungssequenzierung beeindruckte Schweitzer besonders die direkte Begegnung mit einem Kölner Ikea-Mtitarbeiter, der an diesem Tag durch seine Stammzellspende einem Leukämie-Patienten in den USA die Chance auf Leben gegeben hat. Olaf Isenhardt, 45 Jahre, hatte vor 14 Jahren einen Typisierungsaufruf in seiner Firma gestartet. Jetzt stellte er unter Beweis, dass ein solcher Aufruf nachhaltige Wirkung hat: Die Stefan-Morsch-Stiftung ist Teil eines weltweiten Netzwerkes, das jeden Tag Leben rettet. (dji)

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