Marius Gläser


Name: Marius Gläser

Alter: 23
Wohnort: 66620 Primstal (Kreis St. Wendel)
Bundesland: Saarland

Rund 30 000 Bienen leben im Sommer in einem Volk. Jede kleine, einzelne kennt ihre Aufgabe und arbeitet hart für das Überleben des Stocks. Genau das wünscht sich Marius Gläser aus Primstal für seine gespendeten Stammzellen. Jede einzelne soll einem fremden Patienten helfen, den Blutkrebs zu besiegen.

Stammzellspende – „Es ist für was Gutes“

Bei der freiwilligen Feuerwehr engagiert er sich seit vier Jahren. Imkerei ist für den 23-jährigen noch ein frisches Hobby. Seit diesem Jahr kümmert er sich um zwei Bienenvölker. 90 Kilo Honig hat er schon schleudern können. „Es ist einfach spannend, den Bienen zuzuschauen, wie der gesamte Apparat funktioniert“, erzählt er, während er zurückgelehnt auf einem Entnahmesessel sitzt, in der Apherese-Station der Stefan-Morsch-Stiftung. Er ist an ein spezielles Gerät angeschlossen, das immer wieder Stammzellen aus seinem Blut filtert – so ähnlich, wie bei einer Blutplasma-Spende. Drei bis fünf Stunden dauert die sogenannte Apherese. Das nimmt er gerne auf sich: „Es ist für was Gutes.“

Firma stellt ihn frei

Sein Arbeitgeber bei Fresenius Medical Care in St. Wendel sieht das genauso. Deshalb startete die Firma gemeinsam mit der Birkenfelder Stiftung vor rund zwei Jahren eine Typisierungsaktion für die Mitarbeiter. Für die Spende ist der Industriemechaniker freigestellt.

Stammzelltransplantation – Häufig die letzte Chance

An Leukämie erkranken jedes Jahr rund 11 000 Menschen. Wenn Chemotherapie und Bestrahlung nicht helfen, ist die letzte Chance die Transplantation gesunder Blutstammzellen von einem gesunden Spender. Um Lebenschancen für Leukämiepatienten zu sichern, ruft Deutschlands erste Stammzellspenderdatei seit mehr als 33 Jahren zur Typisierung als Stammzellspender auf.

„Ich würde es wieder machen“

Im April hatte sich eine Mitarbeiterin der Spenderdatei bei Gläser gemeldet und gefragt, ob er noch zur Spende bereit wäre. „Ja“ war seine Antwort. „Anfangs hatte ich schon ein mulmiges Gefühl“, gibt er zu, „aber ich kann so jemandem helfen.“ Alle Schritte wurden ihm genau erklärt. EKG, Ultraschall, Blutbild – bevor er spenden durfte, musste er zur Voruntersuchung. Dort wird überprüft, ob man gesund genug ist und mit einer Spende kein Risiko eingeht. „Es war schon ein bisschen aufwändig. Man muss zum Hausarzt wegen einer Blutabnahme, zur Voruntersuchung und zum Aufklärungsgespräch in die Entnahmestation. Trotzdem würde ich es nochmal machen. Jeder sollte sich typisieren lassen, um die Chance zu steigern, Leukämiekranken das Leben zu retten. Viele Patienten und ihre Familien hoffen darauf, dass ein passender Spender gefunden wird.“

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