Karl-Gerd Haas


Name: Karl-Gerd Haas

Alter: 33 Jahre
Wohnort: 55767 Niederbrombach (Kreis Birkenfeld)
Bundesland: Rheinland-Pfalz

Irgendwo auf der Welt gibt es eine Familie, die um das Leben ihres Kindes bangt. Das Kind hat Leukämie. Allein die Vorstellung schnürt nahezu jedem den Hals zu. Karl-Gerd Haas geht es da nicht anders. Auch der Paintball-Fan findet keine Worte. Er tut jedoch alles, um das fremde Kind zu retten. Er spendet Stammzellen.

Deutsche Paintball Liga

Die Stefan-Morsch-Stiftung, Deutschlands erste Stammzellspenderdatei, die seit vielen Jahren mit der Deutschen Paintball Liga kooperiert, hat den 33-Jährigen gebeten, seine Geschichte zu erzählen: „Ich habe damals bei den Splat Dragons Paintball gespielt, als dort am Rande des Spielfeldes die Stefan-Morsch-Stiftung zur Registrierung als Spender aufgerufen hatte“, erzählt er. Das war 2014, als die Zusammenarbeit gerade gestartet war. Seit damals haben sich fast 680 Paintball-Spieler und ihre Fans in die Datei aufnehmen lassen. Die meisten von Ihnen bei Turnieren in Altlay beim Flughafen Hahn oder in Solms bei den Pokalfinalspielen der Liga. Dort wird auch am 5. und 6. Oktober 2019 wieder ein Aufruf der Stiftung gestartet.

Splat Dragons

In der Zwischenzeit hatten bereits sechs dieser registrierten Spender die Gelegenheit, einem Menschen die Chance auf Leben zu geben. Karl-Gerd Haas ist nun die Nummer 7. Mitte 2019 bekam er den Anruf der Stiftung, dass er die gleichen genetischen Merkmale besitzt, wie ein Leukämie-Patient, der dringend einen Spender sucht: „Ich war total baff!“

Karl-Gerd Haas aus Niederbrombach hat Stammzellen bei der Stefan-Morsch-Stiftung gespendet.

Stammzellspende rettet Leben

Der Staplerfahrer sagt sofort seine Hilfe zu – ohne zu wissen, wer der Patient ist oder wo er oder sie lebt. Das bleibt mindestens zwei Jahre anonym. Nach einem kompletten gesundheitlichen Checkup ist klar, dass Haas in der Entnahmestation der Stiftung in Birkenfeld spenden darf. Dazu muss er sich vorher ein Medikament spritzen, das seine Stammzellen aus dem Knochenmark ins Blut übergehen lässt. Die eigentliche Spende funktioniert dann ähnlich wie bei einer Dialyse. Freunde und Familie sind stolz auf ihren potenziellen Lebensretter.

Lasst Euch typisieren!

Karl-Gerd Haas hat verletzungsbedingt eine Pause beim Paintball eingelegt. Er vermisst die Gemeinschaft der Szene. Dort hält man zusammen – egal ob Rechtsanwalt, Rettungssanitäter oder Staplerfahrer. Diese Erfahrung hat auch die Stefan-Morsch-Stiftung gemacht. Rolf-Jürgen Klein, festes Mitglied des Recruiting-Teams der Stiftung, freut sich jetzt schon auf die Aktion in Solms: „Das sind alles tolle Leute, bei denen man spürt, wie sehr Ihnen die Hilfe für Leukämie- und Tumorkranke am Herzen liegt!“ Karl-Gerd Haas unterstützt den Aufruf in Solms: „Lasst Euch typisieren. Es ist ganz einfach: eine Speichelprobe genügt.“ (dji)

 Mehr Infos zur Deutschen Paintball Liga und dem Pokalfinale in Solms findet man unter: https://dpl-online.de/

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