Felix Kunz


Name: Felix Kunz

Alter: 21
Wohnort: 67169 Kallstadt (Kreis Bad Dürkheim)
Bundesland: Rheinland-Pfalz

Es ist fast genau ein Jahr her, dass Felix Kunz mit zwei Freunden in der Turnhalle in Kallstadt (Kreis Bad Dürkheim) stand und sich als potenzieller Lebensretter in die Stammzellspenderdatei der Stefan-Morsch-Stiftung eintrug. Fast 200 Menschen ließen sich damals registrieren, weil sie helfen wollten. Ein Aufruf mit nachhaltiger Wirkung, wie sich jetzt zeigte. Der 21-jährige Felix Kunz konnte jetzt einem ihm wildfremden Menschen, der an Leukämie erkrankt ist, die Chance auf Leben geben.

Kallstadt: Jeder kennt jeden

Weniger als 1300 Menschen leben in Kallstadt. Vermutlich kennt jeder jeden – zumindest mal vom Sehen. Weinbau wird hier seit der Römerzeit betrieben. Heute mit modernen Maschinen. Felix Kunz kennt sich damit aus. Er ist Land- und Baumaschinen-Mechaniker bei der Firma Fischer in Niederkirchen. In der Erntezeit ein gefragter Dienstleister. Nicht einfach, dann einen Mitarbeiter freizustellen. Doch der Aufruf der Stefan-Morsch-Stiftung von vor einem Jahr ist noch allen präsent. Hilfe für Kommissar Dieter aus Kallstadt hieß der Aufruf, sich als Stammzellspender registrieren zu lassen. Leukämie – auch Blutkrebs genannt, ist eine Krankheit, die tödlich endet, wenn nach einer erfolglosen Chemotherapie oder Bestrahlung sich kein passender Stammzellspender findet.

Genetischer Zwilling gesucht

„Passend“ heißt, es muss eine Art genetischer Zwilling gefunden werden, der bereit ist zu spenden. Wenn es in der Familie niemanden gibt, der die gleichen genetischen Merkmale besitzt, beginnt die zum Teil weltweite Suche über Stammzellspenderdateien wie die Stefan-Morsch-Stiftung. Wird dann ein Spender gefunden – wie jetzt Felix Kunz – ist diese Stammzellspende eines Fremden oft die einzige Chance im Kampf gegen den Blutkrebs.

Felix ist ein Glücksfall

Felix Kunz weiß das – seine Familie, seine Freunde und sein Arbeitgeber auch. Der Name „Felix“ bedeutet der „Glückliche“, der „Erfolgreiche“. Auch wenn Erntezeit ist –  alle drücken die Daumen, dass er mit seiner Spende Erfolg hat und der Patient irgendwo auf der Welt geheilt wird.

Die Stammzellentnahme läuft ähnlich wie eine Dialyse ab. Danach müssen die Zellen innerhalb von 72 Stunden beim Patienten sein – egal wo auf der Welt er oder sie sich befindet. Die Garantie, dass der Patient geheilt wird, gibt es nicht, aber es ist eine Chance. Eine Hoffnung, die den Patienten und ihren Familien Mut und Zuversicht gibt.

Jeder kann helfen

Felix Kunz ist es nicht wichtig, ob der Patient alt, jung, Mann oder Frau ist. Er hat das Herz am rechten Fleck, ist in der Landjugend und bei der Feuerwehr aktiv. Die Spende hat er sich „schlimmer vorgestellt“. Seine Kernbotschaft nach der Spende: „Jeder sollte sich registrieren lassen!“

Typisierung ist nachhaltig

Die Stefan-Morsch-Stifung erklärt: „Felix Kunz Geschichte zeigt, dass ein Typisierungs-Aufruf wie er 2017 in Kallstadt stattfand, immer nachhaltige Wirkung hat. Wer sich dort registriert hat oder vielleicht jetzt noch online (www.stefan-morsch-stiftung.de) als Stammzellspender in die Datei aufnehmen lässt, kann schon in wenigen Wochen, vielleicht aber auch erst in einem oder in zwanzig Jahren, einem Menschen die Hoffnung auf Leben geben. Ein größeres Geschenk kann man niemandem machen.“ (dji)

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