Alexander Nieß


Name: Alexander Nieß

Alter: 37
Wohnort: 89518 Heidenheim (Kreis Heidenheim)
Bundesland: Baden-Württemberg

Als Zöllner ist Alexander Nieß aus Heidenheim täglich im Einsatz gegen Schwarzarbeit und kontrolliert, ob Arbeitgeber zum Beispiel Mindestlohn zahlen. Diesmal ging es beim Einsatz des 37-Jährigen um Leben und Tod: Mit einer Stammzellspende gab er einem Leukämiepatienten die Chance auf Leben.

In Liegeposition Leukämiekranken helfen

Alexander Nieß sitzt zurückgelehnt auf einem Entnahmesessel in der Stammzellentnahme-Station der Stefan-Morsch-Stiftung, im rheinland-pfälzischen Birkenfeld. Das Apherese-Gerät, das rund fünf Stunden immer wieder Stammzellen aus Alexander Nieß‘ Blut herausfiltert, tickt fast im Sekundentakt. In den letzten Tagen hat er viel an den fremden Empfänger seiner Stammzellen gedacht: „Was ich als Probleme empfinde, ist mit dem, was der Patient gerade durchmacht gar nicht zu vergleichen. Ich hoffe, dass ihm oder ihr die Zellen helfen und es ihm bald wieder gut geht.“

Leukämie: Stammzellspende kann Leben retten

Die Stammzellen sind für einen Blutkrebs-Patienten bestimmt, der irgendwo auf der Welt darauf hofft, weiterleben zu können. Nieß‘ gesunde Stammzellen sollen in seinem Körper wieder funktionierende Blutkörperchen bilden. Dafür hatte sich der Zollsekretär vor 15 Jahren bei der Stiftung, die Deutschlands erste Stammzellspenderdatei ist, typisieren lassen. Damals war er noch bei der Bundeswehr und in Rheinland-Pfalz stationiert. „Ich fand es beeindruckend, dass man mit meinem Blut jemandem helfen kann“, erzählt er. Seit der Typisierung hat sich viel bei ihm verändert: Jobwechsel, Rückkehr nach Heidenheim, Heirat…, aber die Bereitschaft zu helfen ist nach wie vor da. An Ostern meldete sich die Datei bei ihm meldet und fragte, ob er helfen würde. „Ich war überrascht, die Typisierung war schon eine ganze Weile her. Aber ich habe mich gefreut, dass ich helfen kann.“

Ganz einfach Leben retten

Vor seiner Spende im Sommer 2019 wurde er über alle Schritte genau informiert und untersucht, um sicherzugehen, dass er mit der Spende kein gesundheitliches Risiko eingeht: „Die Mitarbeiter der Stiftung waren sehr bemüht, haben ständig nachgefragt, wie es mir geht, ob ich noch Fragen habe und sich darum gekümmert, dass für mich alles reibungslos abläuft. Ich hoffe, dass noch mehr Menschen sich als Stammzellspender registrieren. Man kann so Leben retten, ohne großen Aufwand.“(az)

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