Ich wurde als Stammzellspender ausgewählt – was nun?

Was passiert, wenn man die Nachricht bekommt, dass man als Stammzellspender in Frage kommt? Erst einmal: Gratulation! Sie sind ein Glücksfall für einen todkranken Menschen. Die Wahrscheinlichkeit, für einen Patienten einen kompatiblen Knochenmarkspender zu finden, kann bei eins zu mehreren Millionen liegen.

Es gibt immernoch viele patienten, die keinen passenden Spender finden

Sollten Sie als Spender ausgewählt werden, kontaktieren die Mitarbeiter der Stefan‐Morsch‐ Stiftung Sie persönlich. Die Mitarbeiter beraten und begleiten Sie während der gesamten Vorbereitung auf die Stammzellspende. Dabei wird zu Ihrer Sicherheit ein umfassender Gesundheitscheckup durchgeführt. Zudem folgt ein umfangreiches Aufklärungsgespräch, in denen Sie über die Chancen und Risiken der Stammzelltransplantation aufgeklärt werden. Sie werden ausführlich über die beiden Entnahmeverfahren informiert: Die Knochenmarkspende aus dem Beckenkamm – niemals aus dem Rückenmark – und die Entnahme peripherer Blutstammzellen (Apherese) aus dem Blutkreislauf. Erst dann erfolgt die Freigabe als Spender. Das gesamte Team der Stefan‐Morsch‐Stiftung und auch unsere Transfusionsmedizinerinnen stehen Ihnen jederzeit für Fragen zur Verfügung (Gebührenfreie Hotline: 08 00 ‐ 766 77 24). Der Verdienstausfall und alle anderen anfallenden Kosten werden von der Stiftung getragen oder der Krankenkasse des Patienten ersetzt.

Damit die Entnahme stattfinden kann, ist ein koordinatorischer Drahtseilakt nötig: Die Mitarbeiterinnen der Stefan‐Morsch‐Stiftung stimmen mit Ihnen ‐ dem Spender ‐ und der Transplantationsklinik des Patienten einen genauen Zeitplan ab. Denn der Patient, der dringend auf die Stammzelltransplantation angewiesen ist, muss zum exakt vorbestimmten Zeitpunkt das Transplantat bekommen.

Entscheidend ist dabei auch, dass sein Gesundheitszustand die Übertragung der Stammzellen erlaubt. Deshalb gibt es manchmal kurzfristige Terminverschiebungen. Die Mitarbeiterinnen koordinieren auch nach der Spende – falls beiderseitig gewünscht – die erste Kontaktaufnahme zwischen Spender und Patient ‐ gemäß den gesetzlichen Bestimmungen, die in den verschiedensten Herkunftsländern der Patienten unterschiedlich geregelt sind. Außerdem organisiert die Stefan‐Morsch‐Stiftung in regelmäßigen Abständen Spender‐Patienten‐Treffen.