Häufige Fragen

Die Mitarbeiter der Stefan-Morsch-Stiftung geben Ihnen gerne Auskunft

Gebührenfreie Hotline: 0800 7667724
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Mitarbeiter der Stefan-Morsch-Stiftung

Bei diesem Verfahren zur Stammzellgewinnung wird Knochenmark durch Punktion des Beckenkamms gewonnen – niemals aus dem Rückenmark. Dieser Eingriff wird stationär in einer Spezialklinik vorgenommen. Unter Vollnarkose wird dem Spender ca. 1 Liter Knochenmark-Blut-Gemisch entnommen. Die Menge bildet sich innerhalb von 14 Tagen nach. Was bleibt, sind zwei kleine Narben über dem Gesäß. Insgesamt dauert der Krankenhausaufenthalt ca. 2 – 3 Tage. Das Risiko bei der Knochenmarkentnahme beschränkt sich auf das übliche Narkoserisiko.

Um die Stammzellen beim Spender zu entnehmen gibt es heute zwei Varianten: Bei der klassischen Methode der Knochenmark-Entnahme entnehmen Mediziner etwa 0,8 bis 1,5 Liter Knochenmark-Blut-Gemisch aus dem Beckenknochen des Spenders – niemals aus dem Rückenmark. Dieser Eingriff dauert zirka eine Stunde. Die zweite Methode ist die Entnahme peripherer Blutstammzellen aus dem Blut – ähnlich wie bei einer Plasmaspende oder Dialyse. Dazu wird dem Spender vorher ein körpereigener Botenstoff verabreicht, der die Stammzellen aus dem Knochenmark in das Blut übergehen lässt. Dieser Botenstoff löst beim Spender im Vorfeld oft grippeähnliche Symptome – wie Kopf- und Gliederschmerzen aus. Diese verschwinden aber mit der Entnahme der Stammzellen.

Unser Video: Die Chance ein Leben zu retten: Stammzellspende bei der Stefan-Morsch-Stiftung

 

Nach drei Monaten sind etwa drei Viertel aller Spendersuchen erfolgreich beendet. Natürlich gibt es auch Suchen, die erheblich länger dauern, und auch solche, die vergeblich bleiben.

Wer bereits typisiert ist, sollte sich nicht noch einmal registrieren lassen. In Deutschland gibt es insgesamt fast 30 Spenderdateien. Alle diese Spenderdateien und auch die Stefan-Morsch-Stiftung speisen ihre Daten in das deutsche Zentralregister der ZKRD in Ulm ein. Dort sind sie für weltweite Suchanfragen abrufbar. Deshalb genügt es, wenn Sie einmal in einer Datei registriert wurden. Um im Ernstfall einen passenden Spender ausfindig zu machen, sind wir darauf angewiesen, dass die Kontaktdaten auf dem aktuellen Stand sind. Über dieses Kontaktformular auf unserer Homepage können Sie Ihre Adressdaten aktualisieren: Adressänderung

Mit dem schriftlichen Einverständnis der Eltern können sich Jugendliche ab 16 Jahre typisieren lassen. Das bedeutet die Eltern müssen die ausgefüllte Einverständniserklärung mit unterschreiben. Hier gibt es weitere Informationen und Formulare.

Die Stefan-Morsch-Stiftung hat sich immer für die kostenlose Registrierung der Neuspender eingesetzt und möchte dies auch zukünftig so weiterführen. In Anbetracht der neueren Erkenntnisse zur Spenderauswahl und um auch weiterhin einen verantwortungsbewussten Einsatz der Spendengelder zu gewährleisten, hat die Stefan-Morsch-Stiftung die Kriterien zur Registrierung als Stammzellspender entsprechend angepasst und z.B. das Höchstalter für die kostenlose Registrierung auf 40 Jahre begrenzt. Es gibt bereits Dateien, die das Höchstalter auf 30 Jahre festgelegt haben.

Die Stefan-Morsch-Stiftung ist zur Erfüllung Ihres Zwecks auf Spendengelder angewiesen und muss diese verantwortungsbewusst einsetzen. Statistische Auswertungen haben gezeigt, dass ältere Spender sehr viel seltener von den Ärzten als Spender ausgewählt werden, und auch Frauen mit mehr als zwei Schwangerschaften nur noch sehr selten als Spender angefordert werden. Das Ergebnis dieser Auswertung entspricht den aktuellen Forschungsergebnissen an denen sich gängigen Kriterien zur Spenderauswahl orientieren.

Eine Aufnahme in die Spenderdatei ist auch für Freiwillige über 40 und für Frauen mit mehr als zwei Schwangerschaften nicht ausgeschlossen, wir müssten aber darum bitten die Kosten für die Registrierung dann selbst zu tragen. Eine kostenlose Registrierung wäre nicht mehr möglich

Für die Neuaufnahme eines Spenders entstehen der Stefan-Morsch-Stiftung Kosten in Höhe von mindestens 40€.

Sie können bis zum 61. Lebensjahr Stammzellen spenden. Statistische Auswertungen haben jedoch gezeigt, dass ältere Spender sehr viel seltener von den Ärzten als Spender ausgewählt werden. Das Ergebnis dieser Auswertung entspricht den aktuellen Forschungsergebnissen an denen sich gängigen Kriterien zur Spenderauswahl orientieren.

In Anbetracht der neueren Erkenntnisse zur Spenderauswahl und um auch weiterhin einen verantwortungsbewussten Einsatz der Spendengelder zu gewährleisten, hat die Stefan-Morsch-Stiftung die Kriterien zur Registrierung als Stammzellspender entsprechend angepasst und das Höchstalter für die kostenlose Registrierung auf 40 Jahre begrenzt. Es gibt bereits Dateien, die das Höchstalter auf 30 Jahre festgelegt haben.

Eine Aufnahme in die Spenderdatei ist auch für Freiwillige über 40 nicht ausgeschlossen, wir müssten aber darum bitten die Kosten für die Registrierung dann selbst zu tragen. Eine kostenlose Registrierung wäre nicht mehr möglich

Für die Neuaufnahme eines Spenders entstehen der Stefan-Morsch-Stiftung Kosten in Höhe von mindestens 40€.

Wenn mehrere Spender zur Auswahl stehen, wählen die Transplantationszentren folgende Prioritäten: Jung vor alt, Mann vor Frau. Das liegt daran, dass sich mit dem Alter die Zellteilung verlangsamt. Weiteres lässt sich in einem Interview nachlesen, das wir mit Dr. Harald Biersack, Hämatologe des Universitätsklinikum Lübeck, geführt haben.

Registrierte Spender, die das 61. Lebensjahr vollendet haben, werden automatisch aus der Datei gelöscht.

Die Wahrscheinlichkeit, für einen Patienten einen kompatiblen Stammzellspender zu finden liegt in der Größenordnung von 1 : 10.000 und 1 : 1.000.000 und ist abhängig von den Gewebemerkmalen (HLA-Merkmalen) des Patienten. Je genauer die Übereinstimmung zwischen den Merkmalen dieses DNA-Teilstückes des Spenders und denen des Patienten ist, umso größer sind die Erfolgsaussichten für eine Stammzelltransplantation.

Der Spender kann sein Einverständnis zur Spende jederzeit und ohne die Angabe von Gründen zurückziehen. Sobald jedoch die vorbereitende Phase zur Transplantation für den Patienten beginnt, kann der Patient ohne die „neuen“, gesunden Stammzellen des Spenders nicht überleben. Ein Rücktritt zu diesem Zeitpunkt hätte fatale Folgen. Daher sollte man sich als Spender schon im Vorfeld einer Typisierung Gedanken darüber machen, ob man zur Spende bereit ist. Über unsere Homepage kann man sich ausführlich über die Chancen und Risiken sowie über die verschiedenen Entnahmeformen informieren.

Weitere Infos im Video!

Unter Beachtung datenschutzrechtlicher Bestimmungen ist ein Treffen zwischen Spender und Empfänger dann möglich, wenn Spender und Empfänger damit einverstanden sind. Außerdem kann der Spender, soweit der Patient damit einverstanden ist, auch nach der Stammzelltransplantation über den Zustand des Patienten informiert werden.

Leider ist die Gesetzgebung in diesem Bereich von Land zu Land verschieden und eine Kontaktaufnahme zwischen Spender und Empfänger kann nur erfolgen wenn die nationalen Gesetze der Herkunftsländer dies erlauben.

In vielen Ländern ist die Kontaktaufnahme nach wie vor erlaubt, unter anderem auch in Deutschland und den USA.

Hier finden Sie weitere Infos: Spender-Patienten-Treffen

Lymphozyten sind eine Form von weißen Blutkörperchen und haben wichtige Funktionen bei der Erkennung von Selbst und Fremd im Körper. So kämpfen sie bei der Abwehr von Infektionen und bei der Kontrolle von bösartigen Erkrankungen in vorderster Front. Bei einer Übertragung von Stammzellen spielen Lymphozyten eine besondere  Rolle: Lymphozyten aus dem ursprünglichen Transplantat des Spenders sind für unerwünschte Nebenwirkungen wie die „Transplantat gegen Wirt“ Reaktion (GvHD) beim Empfänger verantwortlich. Dabei wendet sich das Transplantat gegen den Körper des Empfängers – eine gefährliche Situation. Gleichzeitig haben diese intakten Abwehrzellen des Spenders aber auch einen wichtigen Effekt beim Kampf gegen den Krebs. Diese Zellen können im Körper des Patienten auch kranke, von der Leukämie oder anderen bösartigen Erkrankungen noch übrig gebliebene Zellen erkennen und vernichten. Diesen Mechanismus („Graft-versus-Leukämia“-Effekt) macht man sich heute bei einigen Patienten gezielt zunutze. Durch eine dosierte zusätzliche Übertragung von aktiven Immunzellen des Spenders nach der Transplantation versucht man, den „Graft-versus-Leukämia“-Effekt zu stärken und damit einen Rückfall der bösartigen Grunderkrankung zu verhindern. Für die Lymphozytenspende ist keine medikamentöse Vorbehandlung, wie bei der peripheren Blutstammzellspende, erforderlich.

Bei der GvHD richtet sich das transplantierte Immunsystem des Stammzellspenders gegen die Organe des Empfängers. Dies kann zu lebensbedrohlichen Situationen führen. Das Risiko, eine GvHD zu entwickeln, hängt eng mit der Übereinstimmung der HLA-Merkmale zwischen Spender- und Empfänger zusammen. Weitere auslösende Faktoren sind bei weiblichen Spendern die Anzahl der Schwangerschaften. Obwohl die GvHD bei allogenen Stammzell- oder Knochenmarktransplantationen ein großes Risiko darstellt, kann eine leichte GvHD dem Empfänger auch nutzen. T-Zellen des Transplantats zerstören  dann verbliebene Tumorzellen des Patienten. Dies nennt man Graft-versus-Leukemia-Effekt (GvL). Mehr dazu lässt sich hier nachlesen.