Warum Knochenmark/Stammzellen spenden?

Die Chancen für einen an Leukämie erkrankten Patienten, innerhalb der eigenen Familie einen passenden Spender zu finden, sind recht gering: Nur bei etwa 30% der Erkrankten erweist sich ein naher Verwandter als geeigneter Spender. Ein Grund hierfür liegt im Erbgang der für die Transplantation wichtigen Gewebemerkmale, ein anderer in der - gerade in Deutschland zu beobachtenden - rückwärtigen Entwicklung bei Geburten und Familienstrukturen.

Gewebemerkmale müssen identisch sein
Nur wenn die Merkmale von transplantierten Zellen gut mit denen des Empfängers übereinstimmen ("kompatibel sind"), kann eine Übertragung gelingen; andernfalls stößt der Körper des Erkrankten das fremde Gewebe ab.

Bei der Transplantation von Stammzellen kommt es im ungünstigsten Fall zum doppelten Abwehrkampf zwischen "Gast" und "Wirt": die transplantierten Zellen greifen den Patienten an, weil sie dessen Gewebe als fremd erkennen, und sie werden ihrerseits angegriffen und abgestoßen. Um dies zu vermeiden, müssen die Gewebemerkmale von Spender und Empfänger möglichst identisch sein.

Chancen erhöhen
Je mehr Menschen mit ihren Gewebemerkmalen erfasst sind, desto größer sind die Chancen für einen Erkrankten, darunter den geeigneten Spender zu finden. Und nur dann hat die Übertragung von Stammzellen den gewünschten Erfolg, bei Krankheiten, für die es ansonsten keine vergleichbaren Möglichkeiten der Heilung oder des Überlebens gibt.