1 x Stechen - 2 x Helfen - Soldaten schenken Hoffnung
08.09.2009
Typisierungsaktionen in Zusammenarbeit mit dem Sanitätsdienst der Bundeswehr


Emil Morsch, Vorstandsvorsitzender SMS, und Vertreter Rainer Schell (rechts) treffen Oberfeldarzt Dr. von Rosenstiel (Verteidigungsministerium, Führungsstab Sanitätsdienst), Oberstarzt Dr. Sautter (Leiter Fachsanitätszentrum Augustdorf) und Dr. Schmalfeld
Soldaten schenken Hoffnung – dies ist das Motto unter dem die Stefan-Morsch-Stiftung in Zusammenarbeit mit dem Sanitätsdienst der Bundeswehr Hilfe für Leukämie- und Tumorkranke leistet. Der Kontakt besteht seit Jahren, doch in diesem Jahr wurde die Zusammenarbeit verstärkt und die Stefan-Morsch-Stiftung ist fast jede Woche bei den Blutspendeterminen mit vor Ort.

Fast täglich ist die Stefan-Morsch-Stiftung in ganz Deutschland unterwegs, um neue potentielle Spender für ihre Knochenmark- und Stammzellspenderdatei zu gewinnen. Besonders gefragt sind gesunde junge Menschen, wie der Vorstandsvorsitzende der Stefan-Morsch-Stiftung, Emil Morsch, erklärt: „Sie stehen im Suchlauf für die Patienten länger zur Verfügung, weil die Registrierten mit 61 Jahren aus verschiedenen Gründen aus unserer Datei ausscheiden.“


Und wo finden sich mehr gesunde junge Menschen als bei der Bundeswehr: Mehrmals im Jahr werden hunderte neue Rekruten im gesamten Bundesgebiet eingezogen, um dem Staat zu dienen. Während ihrer Grundausbildung bekommen sie – wie auch die Zeit- und Berufssoldaten – die Möglichkeit Blut zu spenden. Die Blutspende wird deutschlandweit vom Sanitätsdienst der Bundeswehr in den Kasernen durchgeführt. In die Blutspendeaktionen eingeklinkt hat sich jetzt die Stefan-Morsch-Stiftung. Unter dem Motto „1 x Stechen - 2 x Helfen“ arbeitet sie nun eng mit dem Sanitätsdienst zusammen und bietet den Soldaten und Soldatinnen an, sich bei der Blutspende gleichzeitig auch in die Stammzellspenderdatei der Stiftung aufnehmen zu lassen und so zu potentiellen Lebensrettern zu werden. Dies geschieht ohne großen Aufwand, da bei der Blutspende einfach ein kleines Röhrchen Blut (5,6ml) mehr abgenommen wird und in die Datei der Stefan-Morsch-Stiftung wandert.

Tausende potentielle Stammzellspender konnten auf diesem Wege schon für die Spenderdatei der Stefan-Morsch-Stiftung gefunden werden. Einige davon wurden tatsächlich schon zu Lebensrettern: zum Beispiel Felix Binder aus dem nordsächsischen Thorgau. Anfang 2008 hat er sich bei einer Blutspende in Fürstenfeldbruck in die Spenderdatei aufnehmen lassen. Im August 2008 erhielt der Fahnenjunker dann die überraschende Nachricht, dass er als Spender in Frage kommt. (Die Chance die passenden Gewebemerkmale für einen Patienten zu haben liegt zwischen 1:10.000 und 1:1.000.000.)
Auch in diesem Jahr konnten schon einige Soldaten ihre Stammzellen für die Rettung eines Menschenlebens spenden: Am 16. März 2009 kamen Dietrich Brünster und Daniel Plückelbaum zur Spende in die Zentrale der Stefan-Morsch-Stiftung nach Birkenfeld und zuletzt konnte Peter Sesterhenn aus Brieden einem Patienten helfen.

Ende August war die Stefan-Morsch-Stiftung bei der Blutspende in Augustdorf mit dabei. Die Kaserne am Rande des Teutoburger Waldes ist der größte Standort des deutschen Heeres und hat sowohl bei den Blutspendeaktionen als auch bei den Typisierungsaktionen für die Stammzellspenderdatei der Stefan-Morsch-Stiftung schon fast Tradition – mit vorbildlichen Ergebnissen für den guten Zweck. Dir Freude über das Gelingen der Zusammenarbeit ist den Verantwortlichen anzusehen. In Augustdorf trafen sich der Vorstandsvorsitzende der Stefan-Morsch-Stiftung, Emil Morsch, und sein Vertreter Rainer Schell mit Vertretern der Bundeswehr Oberfeldarzt Dr. von Rosenstiel (Bundesministerium der Verteidigung, Führungsstab Sanitätsdienst), Oberstarzt Dr. Sautter (Leiter Fachsanitätszentrum Augustdorf) und Dr. Schmalfeld. Sie sprachen über die bisherige und die weitere Zusammenarbeit und freuten sich, dass sich auch bei dieser Aktion wieder so viele Freiwillige zur Blutspende und der Typisierung bereit erklärten. Insgesamt konnten über 180 neue potentielle Stammzellspender in die Datei aufgenommen werden.

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